Wesel Triathlon

DSC03022Lange ist es her, aber dennoch ein kleiner Rückblick auf den Wesel Triathlon:

Geplant war meine Premiere auf der Kurzdistanz, durch eine Bronchitis wurde ich aber in der Vorbereitung so sehr zurückgeworfen, dass ich mich dazu entschloss auf die Volksdistanz umzumelden – Dank des Veranstalters kein Problem!

DSC03113Gudi und ich reisten also bei besten Triathlonwetter am 13.9. nach Wesel zum Auesee. Die Wechselzone war schnell eingerichtet und ich freute mich richtig auf die kommende Aufgabe. Nachdem ich mich in den Neo reingezwengt hatte (13kg+ seit Kaufdatum machen sich da doch bemerkbar) ging es dann auch schnell los. Nach Landstart bekam ich nach 200m Panik weil ich Luftnot hatte (der Neo saß SEHR eng) und bin dann entspannt erst ein Stück Brust und dann ruhig weiter Kraul geschwommen und so am Ende des Feldes aus dem Wasser gekommen. 13:46 für 500m schwimmen sind zwar eigentlich für meine Ansprüche ein Kastastrophe, an dem Tag war es mir aber egal – Ich wollte meinen Spaß haben.

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Ab in die Wechselzone, aus dem Neo quetschen und ab aufs Rad. Zu fahren waren 2 Runden und ich machte direkt ordentlich Druck – zuviel Druck… Die Kette sprang ab. Also anhalten, Kette wieder drauf fummeln und weiter. Auf dem Rad habe ich dann auch nur überholt, ich konnte gut Druck auf die Pedale bringen & war für meine aktuelle Form zufrieden. Am Ende standen dann 00:39:23 auf der Uhr, in der Zeit sind aber entweder beide, zumindest aber eine Wechselzeit enthalten.

 

DSC03164Ab zum Laufen. 2 Runden a 2,5km (naja, eher 2.6). Und 5km können lang sein wenn man seinen Puls schon so weit oben hat wie ich an dem Tag aber ich rannte los. Nach einem Kontrollblick auf meinem Forerunner sah ich eine Pace von 5:30 auch wenn es sich eher wie 6:30 anfühlte. So Recht wollten die 5km dann auch nicht vergehen und ich musste die ein oder andere kurze Gehpause einlegen, egal. Wie gesagt, Spaß. Ohne richtige Vorbereitung war ich aber sehr zufrieden, Triathlon macht einfach jede Menge Bock!

Nach Gesamt 01:24:37  hatten ich es dann auch ins Ziel geschafft, über die Zeit reden wir jetzt besser nicht 😉

Danke an Gudi für den Support und die Fotos, du bist echt die Beste! <3

Training & Allbaulauf

Training ist was feines!

Auch wenn man nicht immer unmittelbar den Effekt merkt, Training ist doch was feines. Am Anfang musste ich mich zwar erstmal wieder reinfuchsen, aber inzwischen merke ich den positiven Effekt des Training: Nicht nur die Form wird besser (was man ja sehr schnell schon im Training merkt), auch auf meine Laune und mein allgemeines Befinden werden durch das regelmäßige Training positiv beeinflusst.

Aber zurück zur Form:

Nach dem Schwimmen habe ich am nächsten Tag meine Beine beim Laufen deutlich gemerkt und danach erstmal eine Regenerationspause bis Montags eingelegt, da standen dann 6km gesteigerter Tempodauerlauf an und danach 1km Auslaufen und das rollte schon wieder echt gut. Vor dem Allbaulauf vergangenen Samstag war ich dann nur noch einmal Donnerstags laufen, diesmal in Essen. Auf der Bahntrasse zwischen Mülheim und der Gruga zu laufen hat viele Erinnerungen geweckt, früher war das ja mein Trainingsrevier. In der Einheit habe ich 1,5 schnelle Kilometer eingebaut, wollte mich aber auch vor Samstag nicht zu sehr verausgaben. Und dann war auf einmal Samstag…

5. Allbaulauf 2015

Im Vorfeld hatte ich für mich klar definiert, dass es ein erster Test auf dem Weg zum Zülpicher Triathlon werden sollte, doch was war mein Ziel? Nach dem Training der letzter Wochen wollte ich gerne Sub 27:00 laufen, also 5:23 min/km, aber war das schaffbar? Offiziell habe ich erst mal eine Sub 30:00 ausgegeben, das sollte auf jeden Fall gehen. Gegen kurz nach 14 Uhr haben Gudi und ich uns mit Nicole und Alex am Nierfeldsee getroffen und Startnummern besorgt. Es war echt schön wieder bei meinem alten Verein zu sein und die alten Haudegen zu sehen. Einlaufen, noch einen Kuss abholen und zum Start. Um 15:00 ging es dann los, vom Start 3/4 um den Nierfeldsee, auf die Bahntrasse Richtung Mülheim. Direkt nach dem Startschuss sprintete die erste Reihe los, ich hatte mich so in die vierte Reihe eingeordnet um dem schlimmsten Kampf um die Plätze zu entgehen. Ein Kontrollblick nach 400m zeigte, dass ich nicht viel zu schnell unterwegs war, sondern mit 5:15 diesmal ganz gut in meiner eigenen Vorgabe lag, trotzdem drosselte ich das Tempo nochmal etwas – nach 3 km eingehen wollte ich auch DSC00656nicht. Kilometer 1 lag dann mit 5:20 absolut im Soll, nach 2km (5:24) kam mir dann schon wieder der führende entgegen. Und dann kam erst mal nichts. Eine Minute später sah ich dann Alex an Position 3 liegend der Tyll vom Team Essen99 auf den Versen war.

Frisch sah Alex aber auch nicht mehr aus zu dem Zeitpunkt… An der Wende an der Böhmerstraße nahm ich einen Becher Wasser, trank ein wenig und schüttete den Rest über mich, es war warm und ich lief fast am Anschlag. Kilometer 3 dann mit 5:20. Ich musste mich einerseits überreden nicht zu gehen, andereseits war ich jetzt im Flow, es lief. Mein Puls war bei 181, ich fühlte mich aber auch so, dass ich noch was nachlegen konnte, also noch etwas schneller. Während ich mit mir kämpfte hatte Alex einen anderen Kampf zu bewältigen, er war schon wieder am Nierfeldsee und gerade im Zielsprint (Am Ende kam eine fantastische 19:00 und ein vierter Gesamtplatz dabei raus!

Kilometer 4 dann in 5:14, SUB27 würde es auf jeden Fall werden, komme was wolle. Genial. Auf dem letzten Kilometer zog ich das Tempo nochmal etwas an, ein oder zwei Läufer wollte ich noch kassieren. Von der Trasse runter zum See, noch 500m – höchstens. Zielsprint, vom Streckenrand höre ich meinen Namen, Puls 191. Ich würge. Dann endlich die Ziellinie, Forerunner stoppen.

26:07!

Man war ich fertig, ich konnte für ein paar Minuten erstmal nichts mehr außer da zu hocken und zu atmen. Nach ein paar Bechern Wasser ging es dann aber schnell wieder. Eine 26:07 hätte ich mir eigentlich nicht vorstellen können vorher bei meinem Trainingsstand, umso mehr freut es mich, die Form kommt! Jetzt muss ich nur so weiter machen und die restlichen Wettkämpfe können kommen. Locker bleiben, Spaß´am Sport haben und weiter trainieren.

Und jetzt?

Sonntag war ich dann beim T³ Triathlon in Düsseldorf, Fotos hatte ich ja schon hier gespostet. Gestern ging es dann für mich wieder mit Frühschwimmen weiter, schön vor der Arbeit einen Kilometer trainieren. Nach der Arbeit wollten Gudi und ich auf jeden Fall noch raus, am Besten zum Badesee. Sie hatte dann die Idee, dass einer ja hinlaufen könnte und der andere die Radbegleitung macht, für den Rückweg würde dann getauscht. Gesagt, getan. Zum Escher See sind es so 5.5 km, erst ist Gudi gelaufen und ich bin geradelt. Auf dem Rückweg war ich dann mit Laufen dran und das ist dann etwas eskaliert. Aus geplanten 6:30 min/km wurden am Ende dann ein gesteigerter Tempodauerlauf mit Gesamtschnitt von 5:28. Hat sich erstaunlich entspannt angefühlt, gerade nach dem Schwimmen Morgens und dem Wettkampf am Samstag, aber so darf es gerne weiter gehen! Noch 43 Tage bis zum Triathlon!

7. GVG-Citylauf in Erftstadt

Am 28.9. fand der 7. GVG-Citylauf in Erftstadt statt und ich war gemeldet, zusammen mit Till, seines Zeichens Bruder von Gudi, und Volker, bester Freund von Gudi. Wir hatten irgendwann die Idee ausgeheckt, dass man doch gemeinsam bei dem 10km Lauf an den Start gehen könnte. Till brachte dann noch die Idee ein, dass der „Verlierer“ unseres internen Duells am Ende ein wenig Ramazzotti trinken darf, direkt nach dem Lauf versteht sich. Gut, war ich dabei.

10km sind schon ein ganz schöner Brocken für mich aktuell, mein letzter Lauf über 10km war etwas länger her (24.11.2013 um genau zu sein…) aber irgendwie würde es sicherlich gut gehen, immerhin hatte ich ja ganze 32 km im Training „abgerissen“ und wollte auf anhieb wieder unter 55 min bleiben…
 Als Ausgangsbasis für mein Training sollte ein kleiner Formtest dienen, ca. 7 km Tempodauerlauf. Am Ende des Dauerlaufs war ich im wahrsten Sinne des Wortes an meiner Kotzgrenze angekommen, da ging nichts mehr. Auf Twitter wurde von einigen geäußert, dass ich es kaum schaffen werde und es fast unmöglich sei, in so kurzer Zeit auf eine Sub55 zu kommen aber versuchen wollte ich es.
Also wurde fleißig trainiert: Ein Tempodauerlauf (oben beschrieben), ein Intervalltraining (abgebrochen nach 3150m weil wir aus dem Stadion gescheucht wurden), 2x Dauerlauf (einmal 6km und einmal 9km) und ein Steigerungslauf über die selbe Distanz wie mein erster Tempodauerlauf, wobei ich nach 3km jeden folgenden KM immer 10-15s schneller lief. Und dann war auf einmal schon Wettkampf…

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Am Ende der ersten Runde – Hang loose

Vor dem Start war ich doch nervös, so richtig Lust auf Ramazzotti zwangsweise hatte ich nicht, das Training war jetzt auch nicht so ganz optimal gelaufen für meinen Sub55 Versuch aber gut, hier war ich also. Das Wetter war perfekt an dem Tag, so konnten alle Freunde die zum Anfeuern gekommen waren die Sonne genießen. Vor dem Start habe ich mich noch ein wenig warm gelaufen und konzentriert. 5:30 min/km, 10 mal hintereinander mit Schlussspurt, das musste doch drin sein… 4 Runden a 2.5 km waren zu bewältigen.

Noch schnell einen Kuss abholen,  in den Startbock, den anderen viel Erfolg wünschen & hinten einreihen.

Nicht nachgeben

Nach dem Startschuss bin ich dann so gleichmäßig los wie möglich, schöne 5:30 pro Kilometer, nach nicht mal 200m war mein Puls schon bei 165. „Das kann ja lustig werden heute…“ dachte ich bei mir. Till habe ich nach 100m auch schon nicht mehr gesehen, er wollte eine Zeit um 45:00 laufen, Volker ging nach 100m an mir vorbei, ich war also letzter unserer Kombo. Egal, ich wollte gleichmäßig laufen, zur Not halt Ramazzotti, ich wollte es einfach durchziehen.
Nach der ersten Runde war ich noch gut gelaunt, auch wenn es hart war. Bis hierhin lag ich auch voll im soll, so durfte es weitergehen. Durch den Rundkurs kamen wir pro Runde 2x an unseren Begleitern vorbei und wurden immer schön angefeuert. Nach 3 km stellte ich dann fest, dass mein Forerunner nicht ganz mit der Beschilderung auf Kurs war, ich ging also dazu über selber die Runden zu stoppen, zusätzlich zur „Auto-Runden“-Funktion was nicht ganz so super funktionierte, im Wettkampf ist man ja nicht so 100%ig fokussiert auf seine Uhr ;). Am Ende der zweiten Runde wurde es hart. Mein Puls war inzwischen bei 177 Schlägen die Minute angekommen, ich musste kämpfen, aber ich lag noch auf Kurs. Kurz nach Kilometer 6 bekam ich vom Rand den Hinweis, dass Volker kurz vor mir war und tatsächlich, ich konnte ihn sogar schon sehen. Ich machte in meinem Tempo weiter, bei Kilometer 7 habe ich ihn dann schließlich überholt. Die letzte Runde war dann ein wirklicher Kampf. Durch die Differenz der ausgeschilderten Kilometer zu meiner Uhr, wusste ich nicht genau, ob ich noch im Plan lag oder leicht drüber war. Egal, weiter Brandi, du kannst den Wettkampf beenden, zieh es durch. Mist, KM8 wieder zu langsam. Letzter Kilometer, noch mal steigern, auch wenn dein Puls jenseits der 180 liegt und dein Maximalpuls bei 189 Schlägen die Minute ist. Noch 400m, ZIEH ES DURCH, NACHGEBEN IST NICHT!

Als ich auf die Zielgerade abbiege, sehe ich anhand der Uhr, dass ich es nicht schaffen werde, sie ist schon jenseits der 55:00 angekommen. Trotz Nettozeitmessung weiß ich, dass das nichts war mit der Sub55. Die letzten 100m muss ich stark würgen, ich renne an der Kotzgrenze, genau so wollte ich das.

Knapp vorbei ist auch daneben – An der „Kotzgrenze“

Im Ziel stoppe ich meine Uhr: 55:08
Enttäuscht bin ich nicht, im Gegenteil, mehr ging nicht. Ich würge immer noch und bin wirklich am Ende. Ich habe alles rausgeholt was geht und bin sogar einen neuen Maximalpuls (190!) gelaufen.
In der offiziellen Ergebnisliste finde ich eine 55:05, das geht in Ordnung. Die 5s hole ich mir beim nächsten Mal.

Anschließend haben wir uns dann alle einen Ramazzotti gegönnt und noch weiter den Läufen zugesehen, uns unterhalten und hatten unseren Spaß. Es war eine wunderbare Veranstaltung, toll organisiert, ich kann den Wettkampf nur empfehlen. Nächstes Jahr (sofern es denn passt) werde ich vielleicht wieder am Start stehen.

Und dann deutlich die Zeit aus 2014 unterbieten.

27. Bayer Triathlon Krefeld

Am 31.8. war es für mich dieses Jahr dann soweit, mit dem 27. Bayer Triathlon stand mein Saisonhöhepunkt an. Ich hatte mich ja wie schon berichtet vor einigen Monaten für die Sprintdistanz gemeldet, jetzt gab es kein zurück mehr.

Zusammen mit meiner Freundin wurde dann der Wagen gepackt, das Packen bereitete mir diesmal kein Problem, ich war mir diesmal echt sicher an alles gedacht zu haben (vgl. dazu das hier).

Auf dem Weg nach Krefeld war ich die Ruhe selbst, kein Fünkchen Aufregung war da, irgendwie komisch: Da ist das Saisonhighlight auf einmal da, das Training stümperhaft im Vergleich zum letzten Jahr, aber irgendwie würde ich schon durchkommen, mein Ziel war ja nur ein „Finish“. Zumindest hatte ich das so verlauten lassen. Insgeheim wollte ich beim Schwimmen überleben (500m Training gesamt dieses Jahr vor dem Wettkampf), beim Rad einen Schnitt über 30km/h abreißen (mit gerade mal 200 Trainingskilometern in den Beinen) und beim Laufen die abschließenden 5km unter 30 Minuten laufen (mit gerade mal gesammelten 60 Trainingskilometern in den letzten 6 Wochen vor dem Wettkampf), innerlich lachte ich mich dafür aus, es war eigentlich eine Harakiri Aktion, aber irgendwie habe ich immer Ziele und Zahlen im Kopf wenn es um Wettkämpfe geht.

DSC06643Als wir angekommen waren, ging es die Startunterlagen abholen und zusammen mit einem Arbeitskollegen in die Wechselzone, die will ja schließlich vorbereitet werden. Die Unterteilung für den „Sprinttriathlon“ war recht klein, viele Starter gingen in der Kategorie wahrlich nicht an den Start, ich fand mich also schon mal mit Gedanken ab, dass ich mich am Ende des Feldes wiederfinden würde, aber mir war es egal.
DSC06712Nachdem alles soweit aufgebaut war, habe ich mich dann in den Neo „geschossen“ (faszinierend, dass ich trotz 10+kg mehr als letztes Jahr immer noch rein gepasst habe…) und ab zum Start. Der lies dann auf Grund eines Unfalls auf der Radstrecke etwas auf sich warten, aber was gibt es schöneres als in der knallengen Gummihaut in der Sonne zu warten, ein fluten des Neo war beim Sprung ins kühle Nass (17°C!) eigentlich überflüssig. Dann wurde es langsam ernst. Je näher der Startschuß kam, desto aufgeregter wurde ich, in der Startformation verfluchte ich mich dann selber für die Idee nur 500m geschwommen zu sein im Training, aber irgendwie würde es schon gut gehen.

DSC06729Letzte Anweisung zur Strecke, Startschuss. Ich überpacete am Anfang natürlich, auch wenn ich fast ganz hinten war. Nach geschätzten 50m habe ich dann beim atmen das Wasser des Erlfrather Sees gekostet (nicht lecker) und ordentlich abgehustet. Geht ja super los, egal, weiter! 500m können so verdammt lang sein weiß ich nun… Nach der Wende war ich schon völlig am Ende, von einem gescheiten Schwimmstil kann man bei mir sowieso nicht reden, es war wirklich ein „okay, du kommst da jetzt irgendwie an, egal wie und mit welcher Zeit“.DSC06767

Nach gefühlten Jahren kam der Ausstieg, ich habe mich auch nur einmal lang gelegt, ziemlich gut wie ich finde 😉 Die Rampe hochgetorkelt, ab in die Wechselzone so schnell es ging. Zum Glück hatte ich mir den Weg zum Rad gemerkt, es zu finden war dann nicht mehr soooooo schwer, hat doch was positives als vorletzter aus dem Wasser zu steigen. Wechseln selber war kein Problem, auch wenn ich es dieses Jahr kein einziges Mal geprobt hatte, das wichtigste ist einfach keinen Stress aufkommen zu lassen. Als ich dann mal einen ruhig stand merkte ich aber wie schwindelig mir nach dem schwimmen war. Gut, also erstmal einen Schluck trinken bevor ich mich mit (oder noch besser auf) dem Rad auf’s Maul lege. Nach ein paar Sekunden ging es aber wieder und so rannte ich mit Rad aus der Wechselzone.

DSC06789aAb aufs Rad und los geht’s. Es waren 2 Runden a 10km zu fahren, vom Ausgang Wechselzone auf einen gesperrten Autobahnzubringer mit 2 Wendepunkten. Auf den Tacho habe ich nicht geachtet, ich habe sofort soviel Druck auf die Pedalen gegeben wie nur ging. Radfahren kann ich ja irgendwie, ab in die Aeroposition, jagen wir mal ein paar andere. Auf dem vollgesperrten Autobahnzubringer hatte ich dann auch mein erstes „Opfer“ knapp nach der ersten Wende eingeholt (ca. km 2) und das nächste im Blickfeld. Ganz so flach wie es im Vorfeld schien war es dann doch nicht, es war ein ständiges auf und ab. Auf der geraden konnte man aber schon gut Druck machen, der Tacho ging eigentlich nur an den Wendepunkten unter die angestrebte 30 km/h Marke, auch bergauf habe ich getreten was die Oberschenkel hergaben (auch wenn es weh  tat).  DSC06832Auf der Radstrecke habe ich dann auch so einige eingesammelt, das war gut für den Kopf. Für die paar Kilometer die ich in der Saison erst gefahren bin war ich echt zufrieden. Nach der erste Runde habe ich auch Gudi gesehen, die am Rand stand, Fotos machte und mir irgendwas zurief (Sorry Schatz, ich war voll im, Tunnel). zweite Runde nochmal alles geben & voll auspowern. Runter vom Rad, ab in die Wechselzone.

DSC06938In der WZ dann schnell das Rad wegestellt, Laufschuhe an, Helm ab, Kappe auf, Startnummer nach vorne drehen und ab geht’s auf die Laufstrecke. Schon bei den ersten Laufschritten habe ich mir gedacht „Halleluja, DAS kann ja was geben“. Wer hatte denn meine Beine gegen Holzbeine ersetzt? Wenn ich dich kriege gibt’s was… Okay, mit den Beinen eh keine Chance, aber egal, ab auf die Pendelstrecke. Irgendwie konnte ich dann doch mit 5:30 losrennen, mir war aber sofort klar, dass diese Mission scheitern würde… Egal, sind nur 5km, also weiter. DSC06942aIrgendwann kam mir Matthias entgegen (man war der schnell unterwegs!), kurze Anfeuerungsrufe von beiden Seiten. Knapp vor der ersten Wende dann die erste Gehpause. Ging nicht anders. Von einer überholenden Triathletin wurde ich aufgefordert weiterzulaufen, was ich dann auch tat. Es war ein Kampf. Nach der ersten Runde nochmal von Gudi angefeuert werden gab mir dann noch zusätzliche Motivation. Ich hatte echt vergessen, wie hart so ein Wettkampf sein kann…

Letzte Kurve, Ziel fest im Blick. Am Ende nochmal sprinten geht immer.

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Geschafft. 01:21:49.

Kein Vergleich zu den Zeiten im Vorjahr, aber ich war im Ziel und nur das zählt…

Ergebniss:

Swim Bike (inkl. beider WZ Zeiten) Run Gesamt
00:12:09 00:40:13 00:29:26 01:21:49

16. / 17. Gesamt. Nächstes Jahr wird es besser.

 

Vielen Dank an Gudi für die Motivation im Training, die Fotos, das Mitkommen, Fahren & Anfeuern und überhaupt alles. Du bist die Beste.

 

T³ Triathlon Düsseldorf – oder: Ich, der Triathlet!

 

SAMSUNG

Wie fängt man nach so einem Tag an zu berichten, ich versuche es mal chronologisch und beginne etwas früher, Samstags: Um am Wettkampftag nicht total in Stress zu geraten, bin ich bereits Samstag nach Düsseldorf gefahren und habe die Startunterlagen abgeholt. Nebenbei konnte ich so noch schnell ein Visor zu kaufen (das sind diese oben offenen Stirnmützen wie man sie häufig beim Tennis sieht), mir schon mal in „echt“ anschauen wo sich die Wechselzone befindet und nochmal schnell den Radkurs abfahren. Nachdem ich meine Startunterlagen in der Hand hatte stiegen sowohl mein Puls als auch meine Vorfreude auf den nächsten Tag!

Nachdem die Radstrecke schnell abgefahren war (den meisten Teil kannte ich eh schon, das Stück Kopfsteinpflaster wollte ich mir aber nochmal näher ansehen) ging es dann auch wieder nach Essen, ich musste ja noch meine sieben Sachen für den nächsten Tag packen. Am Ende sind es dann doch mehr als nur „sieben“ Sachen geworden:
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Nachdem ich das ganze in einer Reisetasche verstaut hatte, ging es für mich dann auch recht zügig ins Bett, ab 21:00 lag ich in der horizontalen und habe versucht zu schlafen – irgendwann nach 22:30 muss ich dann auch eingeschlafen sein.

Als um 5:00 der Wecker klingelte war er da: Der Tag, auf den ich mich so lange gefreut habe; der Tag, vor dem ich trotz aller Vorfreude einen ungemeinen Respekt hatte. Also los, schnell unter die Dusche,noch einen Kaffee trinken, Trinkflaschen befüllen, Auto packen und dann ab nach Düsseldorf! Bei der Parkplatzsuche habe ich dann direkt Matt und Magda getroffen, zum Glück konnte ich auch direkt gegenüber von den beiden parken, wir sind also zusammen mit unserem ganzen Material zum Check-In der Wechselzone gezogen.

SAMSUNG

Das Wetter meinte es auch richtig gut mit uns, blauer Himmel und Sonnenschein begrüßten uns im Medienhafen, besser konnte es schon fast nicht sein nachdem ich die ganze vergangene Woche immer wieder mit bangen Blicken auf etlichen Wetterseiten unterwegs war. Die Wechselzone war in Startnummerblöcke eingeteilt, ich bin also in meinen Bereich und habe mir ein schönes und leicht zu merkendes Plätzchen gesucht, wer hat schon Lust nach dem Schwimmen durch die Wechselzone zu irren und seinen Wechselplatz zu suchen…

Nachdem der Wechselplatz hübsch sortiert war bin ich dann schnell in meinen Neoprenanzug gestiegen und los ging es Richtung Schwimmstart. Bevor es dann ins Wasser ging, wollte ich nur schnell mit dem Fuß testen, wie kalt das Hafenwasser denn so wirklich ist aber es war schon okay. Der Sprung ins Wasser war dann doch spannender, es war ja das erste Mal, dass ich mit einem Neo im Wasser war, auf ein Testschwimmen mit Neo hatte ich ja verzichtet; zu meiner Verwunderung war es aber mit Neo im Wasser echt angenehm und genau richtig temperiert.


Im Wasser sah die Schwimmstrecke (750m) dann schon echt lang aus, ich war mir aber sicher, dass ich die Strecke ohne Probleme schaffen würde. Der Kampfrichter sagte uns, dass wir eine Hand am Ponton haben müssen zum Start, im nächsten Moment gab es dann das Startsignal und alle schwammen los. Ich wollte mich aus der „Klopperei“ raushalten und lies die anderen erstmal ein paar Meter schwimmen um ein wenig mehr Platz zu haben. Nach vielleicht 100m hatte ich dann meinen Rhythmus gefunden und schwamm im 2er-Kraulzug in Richtung Wendeboje. Bei jedem zweiten/dritten Zug geht dabei der Blick vor dem Atmen kurz nach vorne, man will ja sehen wo man so hinschwimmt. Die Wasserlage mit so einem Neoprenanzug ist echt toll, man kann sich fast komplett auf den Vortrieb konzentrieren und so war auch schnell die Brücke und kurz danach die erste Boje erreicht. Schon die Hälfte geschafft und es geht mir sau gut, also weiter! Bis hierher hatte sich das Feld schon wahnsinnig auseinander gezogen; ich denke, dass Ex-Schwimmweltmeister Christian Keller zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Wasser war (seine Schwimmzeit war 9:46!!). Irgendwann habe ich dann einen Schlag auf den Kopf bekommen und einen tiefen Schluck Düsseldorfer Medienhafenwasser gekostet, zum Glück hat mich das ganze aber nicht aus der Ruhe gebracht, ich bin einfach weiter geschwommen und kam dem Ende immer näher, fühlte mich immer noch super und ging im Kopf schon mal den anstehenden Wechsel durch. Auf dem letzten vielleicht 100m intensivierte ich dann nochmal den Beinschlag, ich hab vorher gelesen, dass das beim anstehenden Radfahren helfen soll.
Schwimmen geschafft!Nach 19:50 hatte ich dann das rettende Ufer erreicht und wurde von den Helfern ein wenig aus dem Wasser gezogen, es ging dann sofort über eine steile Treppe in die Wechselzone. Oben angekommen merkte ich erst, wie schwindelig mir war, ich dachte nur kurz „Oh man, so soll ich radfahren?! Das wird witzig…“, zog dann aber Neo bis zur Hüfte aus, (komplett darf er immer erst am Wechselplatz ausgezogen werden) und hatte den Schwindel auch schon wieder fast vergessen als ich am Wechselplatz ankam. Also: Neo aus, Badekappe & Brille vom Kopf, kurz abtrocknen, Triathlon-Einteiler anziehen, Radhelm aufsetzen + zumachen, Brille auf die Nase, Radschuhe an, Startnummernband umschnallen + Startnummer nach hinten drehen, Rad schnappen und los! 10 Meter später: Verdammt, Forerunner vergessen! Also Rad schnell ins Gras, die paar Meter zurücklaufen, Forerunner um das Handgelenk schnallen, Rad nehmen und GO GO GO!!!!

Zeit in T1: 03:26

GO!

Für das anschließende Radfahren hatte ich mir vorgenommen einfach mal zu testen, was ich auf dem Kurs aus meinen Beinen so rausholen kann, wollte mich aber auch nicht so abschießen, dass ich danach nicht mehr laufen kann. Die Radstrecke für mich bestand aus einer 6.5 km Runde, welche 3x zu fahren war.

Sobald ich meine Schuhe in die Pedale eingeklickt hatte ging es Vollgas los, insgeheim hatte ich mir ja einen 35km/h Schnitt vorgenommen, es waren ja auch“nur“ 20km… Womit ich nicht gerechnet hatte, war aber die Tatsache, dass durch die Absperrungen die Strecke viel enger war, als ich vermutet hatte; gerade mal 2 Radfahrer passten stellenweise nebeneinander, das machte das überholen auch teilweise echt schwer. Aber zurück zum Rennen, ich glaube nach dem ersten Kilometer war ich schon an zwei Konkurrenten vorbei, so durfte es weitergehen! Auch ohne Triathlon-Zeitfahrmaschine habe ich mich klein gemacht und getreten was die Beine hergeben, die 3 sollte auf dem Tacho mindestens immer vorne sein! Auf den geraden Stücken konnte man teilweise schön beschleunigen und andere Starter „einsammeln“, das „spannendste“ Stück der Radsrecke war definitiv das Stück Kopfsteinpflaster, da wird man einfach nur durchgeschüttelt und -gerüttelt bei knappen 30 km/h! 🙂
Das harte Radfahren machte mir richtig Spaß, klar war es sau anstrengend, aber genau so sollte dieser Triathlon auch sein, ich wollte wissen, wo ich stehe. Außerdem habe ich die ganze Zeit einen Starter nach dem nächsten überholt und mich so immer weiter nach vorne gearbeitet, was will man mehr? So langsam wie das Schwimmen verging, so schnell war das radeln vorbei, die drei Runden vergingen wie im Flug, Rad fahren liegt mir irgenwie. Auf dem letzten zwei Kilometern habe ich dann einen kleineren Gang gewählt, auch hier ist der Gedanke, dass die höhere Trittfrequenz das anschließenden Laufen vereinfachen soll. Meine Radperformance kann man sich ganz gut ansehen, wenn man dir Zwischenstände ansieht: Ich bin als 244. auf die Radstrecke gegangen, nach der ersten Runde befand ich mich bereits an Position 215, nach Runde 2 an Position 152, nach der dritten Runde auf Platz 125 und bis zum Eingang der Wechselzone  habe ich mich an Platz 124 vorgeschoben. Ich habe auf der Radstrecke unglaubliche 120 Starter „überholt“ (was nicht ganz stimmt, das Starterfeld war in mehrere Startblöcke eingeteilt und die „anderen“ gingen erst später auf die Strecke) und bin die insgesamt 43. schnellste Radzeit des Tages gefahren, bei 369 Startern bedeutet das also, dass ich auf dem Rad schneller war als 91,26% aller Teilnehmer!

Laufrunde 1

Unmittelbar vor der Wechselzone geht man dann schon aus den Radschuhen „raus“ und stellt sich auf sie, so kann man noch etwas von der Geschwindigkeit mitnehmen. Rad gefahren darf übrigens nur bis zu einer Markierung am Eingang der Wechselzone, dort springt man dann vom Rad und rennt mit dem Rad zu seinem Wechselplatz: Rad in Ständer hängen, Helm ab, barfuß in die Schuhe (hier habe ich etwas Zeit verloren weil ich nicht gut in die Schuhe kam), Mütze auf uns los, dank Schnellschnürrsystem entfällt ja auch das Schuhe schnüren!

Zeit in T2: 02:06

Und schon sind wir bei Laufen, diesmal auf einer Strecke im Medienhafen, 2 Runden an 4.8 km waren zu absolvieren. Wer schon mal direkt nach dem Radfahren ein Stück gelaufen ist weiß, wie komisch sich die ersten paar hundert Meter anfühlen: Man hat das Gefühl, dass die Beinen tonnenschwer sind, man bekommt sie gefühlt kaum vernünftig angehoben und es fühlt sich langsam an. Ich hatte mir für das abschließende Laufen gewünscht, dass ich trotz des harten Radfahrens noch einen 5:00 min/km Schnitt laufen kann, als ich nach ein paar hundert Metern das erste mal auf den Forerunner schaute war ich dann doch überrascht: Es strahlte mir ein Pace von 4:20 entgegen, konnte das sein? Gefühlt war ich gerade mal mit nem 6:00er Pace unterwegs, 4:20 war da natürlich eine tolle Überraschung, also weiter! Der Laufkurs war echt schön gewählt, vor allem für die zahlreichen Zuschauer war er optimal, da man an einigen Stellen direkt mehrere Streckenteile einsehen konnte. Beim Laufen war ich sehr konzentriert und fast wie im Tunnel, ich wollte das hohe Tempo so lange wie möglich halten, musste aber nach dem ersten Kilometer ein wenig Tempo rausnehmen. Auf der Zielgeraden war nach der ersten Runde noch ein abbiegen nach links angesagt, eine Runde noch, „gerade mal“ 2.4 km!

Fast im Ziel2.4 km sind nicht viel, nach Schwimmen, Rad und bereits 2.4 Laufkilometern aber doch mehr, als man glauben mag. Auch auf der zweiten Runde habe ich versucht das Tempo hoch zu halten, ab und an wurde ich von stärkeren Läufern eingeholt, lief aber selber an einigen schwächeren Läufern vorbei, insgesamt hatte ich das Gefühl nichts an Platzierung verloren zu haben. Auf einmal war dann der letzte Kilometer da: Nach 2 weiteren Kurven ging es auf die Zielgerade, diesmal wurde links in den Zielkanal abgebogen. Endspurt. Die Uhr zeigt unfassbare 1:22:41, ich sprinte über den roten Teppich ins Ziel.

Ich habe gefinished.

Ich bin Triathlet.

 

Gesamt / Ergebnis:

Platz (M/W) 110 Swim 00:19:50
Platz (AK) 35 Trans 1 00:03:26
Platz (Gesamt) 132 Bike 00:35:39
Zielzeit (Brutto) 01:22:41 Trans 2 00:02:06
Lauf 00:21:42
Ziel 01:22:41

Im Zielbereich gibt es als Lohn für die Mühen eine Medaille, ich schnappe mir einen Becher mit irgendeinem Getränk und suche meine Freunde & Bekannten.

5 Minuten später fühle ich mich total super, könnte sofort nochmal starten! Ja, Triathlon ist geil!

 

Danke Nicole. Danke Marco. Danke Ute. Danke Magda. Euer Anfeuern an der Strecke hat mich motiviert Höchstleistungen zu geben, ihr seid echt super. Danke auch an Matt fürs gemeinsame Wettkämpfen!

Danke an Marco für die genialen Fotos hier, Marco kann aber nicht nur super fotografieren, sondern läuft auch selbst & bloggt darüber, sein Blog findet ihr hier.

Danke auch an alle anderen Menschen, die an mich gedacht haben & die mich schon beglückwünscht haben, vielen Dank!

Im Ziel mit MarcoFür all die, die die genauen Ergebnisse interessieren, man findet sie hier. Ich freue mich auf den nächsten Wettkampf, jetzt habe ich Blut geleckt!

Große Ausfahrt Nummer 1

Heute stand meine erste richtig große Ausfahrt an, ich hatte mich dazu mit Dietmar zu einer RTF verabredet, die 71 km Runde wollten wir machen. Treffpunkt war Velbert-Neviges hin, ich bin natürlich mit dem Rad hin und hatte deswegen schon 20+ km auf dem Tacho und hatte auch schon 370 HM in den Beinen als ich zum Start der Tour leicht verspätet ankam, Dietmar hatte aber schon Startnummern und Karten (die man sich zwischendurch an Verpflegungsstationen abstempeln lässt) besorgt. Landschaftlich war es echt wunderschön, auch mal in einer Gruppe zu fahren war doch echt cool.

Als wir wieder am Start/Ziel waren stand der Tacho bei knapp über 100 km, ich mache mich dann auf dem Heimweg und am Ende sind es dann 129,31 km in 5:07:22 geworden, macht einen Schnitt von immer noch 25.2 km/h und das bei über 1200 Höhenmetern…

Meine Oberschenkel fühlen sich echt matschig an, wie nach einem Marathon irgendwie, die kennen das halt noch nicht, Kurz vor meiner Wohnung bin ich schnell in einen Kiosk keingesprungen und habe mir nein Twix, Mars, Snicker & Nuts gekauft, die habe ich mir sowas von verdient (abgesehen davon haben wir auf der Tour leider auch nicht so viel Verpflegung bekommen weil wir so spät dran waren und schon viel vergriffen war). Ach ja, an der rechten Wade habe ich ne neue Macke weil ich an den Zähnen der Kurbel hängengeblieben bin und beim anhalten bin ich wieder auf mein Knie gefallen was natürlich wieder aufgeplatzt ist… :-/

Vielen Dank auf jeden Fall an Dietmar, war bestimmt nicht die letzte gemeinsame Tour und auch ein Dank an Matt für den Tipp mit der RTF 🙂

Hier noch ein paar Fotos, ich muss jetzt die Beine hochlegen. Ach ja, ein wenig Radfahrerbräune (Trickotabdruck deluxe!)  habe ich  auch abbekommen, yeah!

40. Midwintermarathon Apeldoorn

Sonntag hieß es für mich mal wieder Wettkampfzeit und diesmal war es eine Premiere für mich, noch nie war ich im Ausland bei einem Wettkampf am Start und dabei hatte ich doch schon so viel über die „Laufverrrücktheit“ der Niederländer gehört, jetzt sollte ich sie also auch erleben. Sonntag früh ging es dann mit Tyll, Ute & Peter nach Apeldoorn, Ute und ich wollten uns an dem 18.5 km Mini-Marthon versuchen, Tyll & Lisa (die kurzfristig für Jan eingesprungen war) an den „Acht van Apeldoorn“. Neben diesen Distanzen gab es noch einen kompletten Marathon, einen 27.5 km Lauf und natürlich einen Kidslauf, insgesamt waren 12000 (ja, Zwölftausend!) Teilnehmer am Start!
Nachdem wir die Startunterlagen hatten mussten Ute und ich uns dann auch schon ein wenig sputen, am Start waren wir dann von verschiedenen Startblöcken überrascht und versuchten uns so sinnvoll wie möglich einzusortieren, im Endeffekt standen wir aber beide viel zu weit hinten und mussten uns nach dem Start mindestens auf dem ersten Kilometer über in Schlangenlinien fortbewegen. Nach dem Startschuss dauerte es erstmal ein paar Minuten bis ich überhaupt die Chance hatte über die Startlinie zu laufen, dank Nettozeitnahme aber kein Problem mehr.
Direkt nach den ersten 2 Kilometern begleitete mich dann Tyll auf dem Rad für den restlichen Weg, Peter war als Radbegleitung mit Ute unterwegs. Durch die Startblöcke war ich so weit hinten im Starterfeld gestartet, dass ich während des gesamten Wettkampfes andere Läufer überholte und das motiviert schon ordentlich. Die ersten drei Kilometer führte die Strecke durch die typisch niederländischen Randbereiche von Apeldoorn (schöne freistehende Häuser) und als ich noch auf dem ersten Kilometer das erste Mal auf meinen Forerunner schaute, war ich doch etwas irritiert: Mein Puls war schon nach 300m bei einem Pace von 5:00 min/km auf über 170 bpm hochgeschnellt, normalerweise viel zu hoch und ein Zeichen dafür, dass ich die leichte Erkältung doch nicht nicht 100%ig wieder los war.

Ich überlegte kurz etwas langsamer zu machen und verwarf den Gedanken dann aber schnell wieder, erstmal abwarten wie es so weiter läuft, langsamer machen konnte ich schließlich immer noch. Außerdem war das ganze ja ein erster Test für den Venloop Halbmarathon Ende März und ich wollte schauen, ob die 18.5 km  in einem Tempo laufen kann, das sich in grob an meinem Bestzeittempo über die Halbmarathondistanz (5:06min/km) orientiert, auch wenn mir absolut klar ist, dass die Form momentan für 5:06 min/km noch nicht ausreicht.
höhenmeter_apeldoorn_diagrammNach 4 Kilometern ging es dann aus der Stadt raus in den Hoge Veluwe, einem wunderschönen & riesengroßen Naturpark in den Niederlanden, der sowohl aus Heide-, als auch aus Waldflächen besteht. Ich denke, dass ich den Park im Frühjahr nochmal besuchen werde, diesmal bleiben dann aber die Laufschuhe zuhause und er wird dann aber mit dem Rad erkundet, aber zurück zum Wettkampf.

Normalerweise haben viele Menschen die Vorstellung, dass Holland fast komplett flach ist (was für die meisten Gegenden ja vielleicht auch stimmen mag), nicht aber hier, für uns Läufer ging es über den „De Kampsteeg“, der zweithöchsten Berg Erhebung der Provinz Gelderland, insgesamt ging es auf 110m über dem Amsterdamer Pegel. Durch mein Laufrevier in Essen bin ich Anstiege gewohnt, die meiste Zeit habe ich nicht mal richtig mitbekommenm, ob es jetzt hoch oder runter geht, bei Kilometer sieben merkte ich den „Berg“ dann aber schon. Mit 5:39 min/km war es der langsamste Kilometer des gesamten Wettkampfes.
MedailleKurz danach war dann auch schon Kilometer 10 erreicht, hier hatte ich eine Durchgangszeit von 53:35 (5:21 min/km), bis hierhin lief es wie geplant. Auf der zweiten Hälfte des Rennens wollte ich das Tempo nochmal verschärfen und auch wenn ich Tyll bei Kilometer 8 zugerufen hatte, dass ich fertig bin, fühlte ich mich gut, es war ja schließlich ein Wettkampf, da darf man gerne auch mal in der Nähe seines Limits laufen. Nach dem Abbiegen auf die gesperrte Landstraße bei Kilometer 11 zog ich das Tempo an, die folgenden Kilometer waren 15-20 Sekunden schneller als mein Schnitt bisher. Es lief gut, der Durchschnittspace  ich fühlte mich immer noch gut, so gut sogar, dass ich Kilometer 15 sogar in 4:56 und Km 16 in 4:59 absolvierte! Es ist ein echt geiles Gefühl bei einem Wettkampf über so eine Distanz am Ende noch genügend Reserven zu haben um den Endbeschleunigungsturbo zu zünden!  Bei Kilometer 16 ging es dann auch wieder raus aus dem Wald und rein in die Stadt, jetzt nur noch 2.5 km das Tempo halten und schneller als ich dachte war ich auf der Start/Zielgeraden, also Endspurt! Nach 1:36:28 überquerte ich dann mit erhobenen Armen die Ziellinie, für mich war ich ein absoluter Sieger!

18.5 km, 1:36:28, 5:13 min/km

Stolzer FinisherIm Zielbereich gab es dann zuerst eine Medaille als Lohn für die Mühen und eine perfekte Verpflegung im Nachzielbereich mit allem was man sich wünscht. Für mich ist er Wettkampf wunderbar gelaufen, auch wenn ich erkältungstechnisch noch leicht angeschlagen war, bin ich trotzdem hoch zufrieden mit dem Wettkampf: Ich konnte mein gewünschtes Tempo durchziehen, ich konnte in der zweiten Hälfte „negativ splitten“ wie es immer so schön heißt und wesentlich schneller laufen (1. Hälfte 5:18 min/km,  2. Hälfte 5:04 min/km) als die erste Rennhälfte. Vor allem war es aber ein Lauf über eine relativ lange Distanz, mein letzter Lauf mit einer Distanz über 16 km Länge war am 8. November 2012, damals waren es 16.92 km mit einem Pace von 5:36 min/km, bei weitem also nicht so schnell wie der Wettkampf jetzt. Ich hatte mir im Vorfeld schon ein wenig Sorgen gemacht, ob ich diese Distanz bei dem Tempo durchhalten würde, alles unnötig wie sich gezeigt hat.

Zum Schluss will ich noch sagen, dass die Holländer schon ein wenig verrückt sind, die machen aus so einer Laufveranstaltung eine Riesenparty, innerorts standen überall an der Strecke Menschen die einen angefeuert haben, Musikkappelen, die auch gerne mal „Devil in Disguise“ von Elvis zum  besten geben und die Stimmung ist einfach klasse! Ich kann dem Midwinter Marathon in Apeldoorn auf jeden Fall als Wettkampf über egal welche Distanz empfehlen, in allen Wettkämpfen waren insgesamt 12000 Läufer am Start! Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, jetzt geht es aber erstmal mit der gezielten Vorbereitung für den Venloop Halbmarathon los, da soll ja schließlich die Bestzeit fallen!

Was die anderen aus dem Team Essen ’99 gemacht haben erfahrt ihr wie immer auf unserer Homepage, danke auf jeden Fall an alle für den tollen Wettkampf!

69 km Ausritt im Ruhrtal am Samstag | 10 km im Schnee heute

SAMSUNGSamstag habe ich eine „kleine“ Ausfahrt gemacht und damit vielleicht ein wenig übertrieben, am Ende war es nämlich doch schon hart und saukalt, aber fangen wir doch mal vorne an.

Da es Samstag trocken und sonnig war, wollte ich mal eine etwas längere Ausfahrt machen (die letzten lagen jeweils unter 30 km) und dabei ein wenig das Ruhrtal (und seine Radwege) erkunden.  Vor dem eigentlichen Beginn der richtigen Ausfahrt habe ich noch einen kurzen Abstecher zu Decathlon gemacht und mir 2 Thermo-Trinkflaschen a 700 ml gekauft und diese zuhause dann noch mit heißem Tee und handwarmen Wasser aufgefüllt, eine lohnende Investition auf jeden Fall. Von mir aus ging es dann wieder los, zuerst die Ruhrallee runter, an der Finca Bar Celona dann auf den Ruhrtalradweg gewechselt und weiter Richtung Bochum.

SAMSUNG

Vor Hattingen war der Radweg an ein paar Stellen noch überflutet und manchmal gefroren, abgesehen davon war der Fahrtwind doch kälter als erwartet. Egal, weiter. Irgendwann hatte ich es dann auch geschafft und  war am Kemnader See (meinem Ziel) angekommen, jetzt nur noch schnell eine Gelegenheit zum umrunden finden und schon konnte es zurück gehen.

Hier oben habe ich übrigens auch einen kleinen Zwischenstopp eingelegt und war wirklich überrascht, dass der Tee noch lauwarm war.

RuhrtalAuf dem Rückweg wurde es dann langsam hart, mein Rücken schmerzte von der ungewohnten Sitzposition und mir wurde immer kälter und kälter, ich hoffte nur noch, dass ich schnell zurück ins warme konnte doch ich hatte noch ein paar Kilometer vor mir, es half alles nichts, also Zähne zusammen beißen und durchhalten.

Nach 69,03 km und einer Fahrtzeit von 2:54:53 war ich dann wieder zuhause, immerhin war ich noch einen Schnitt von  23,7 km/h gefahren und damit auch zufrieden fürs Erste. Mehr Details zu der Radausfahrt findet ihr hier. Fürs nächste Mal ziehe ich mich dicker an, ich war zuhause so durchgefroren wie vielleicht noch nie in meinem Leben, eine heiße Badewanne hat mir dann aber auch wieder Leben eingehaucht.

SAMSUNGSonntag habe ich leider verschlafen und bin erst 4 Minuten vor 10 Uhr aufgewacht, das Training musste also ausfallen, was angesichts von Schmerzen im Ellenbogen und Knie rechts (Die Ursache ist nach wie vor etwas rätselhaft) vielleicht auch besser war.

Heute konnte ich mir mit dem ganzen Schneechaos im Ruhrgebiet zum Glück einen Tag Urlaub nehmen und daher bei Tageslicht und Schnee laufen gehen, was ich natürlich auch direkt getan habe. Es war echt toll auf dem Schnee zu laufen, damit ich so wenig wie möglich über( halb gar nicht) geräumte Bürgersteige laufen muss, wollte ich mein Glück auf der Bahntrasse an der Uni suchen und wurde belohnt, teilweise war der Schnee sogar noch komplett unangetastet und es lief sich wunderbar. In Altendorf bin ich dann einmal um den Nierfeldsee gelaufen und dann wieder den gleichen Weg zurück, am Ende standen genau 10 km auf meiner Uhr mit einer Zeit von 59:16. Es war also ein ruhiger Lauf,  bei dem Wetter soll man ja eh ruhiger machen um sich nicht zu verletzen. Mir hat es jedenfalls jede Menge Spaß gemacht!

SAMSUNGSAMSUNG

35. Ratinger Neujahrslauf | 10 km

2013-01-6-1Genau 6 Tage nach meinem letzten 10 km Wettkampf auf Zollverein war heute schon wieder Wettkampfzeit! Unser Trainer Peter hatte am Donnerstag spontan angeboten heute in Ratingen zu starten und da bin ich natürlich dabei, auch wenn ich anfangs nicht genau wusste, zu was ich heute so in der Lage sein würde: Meine Beine waren von den schnellen Trainingseinheiten noch etwas schwer, ich wollte das heute spontan entscheiden und notfalls nur einen schnellen „Trainingslauf“ machen, die Kilometer mitnehmen und so bei 49:xx rauskommen.

Heute morgen gab es dann die erste positive Überraschung, die Beine waren nicht mehr schwer, es regnete nicht und die Temperaturen waren perfekt zum Laufen! Um 11:30 war ich dann in Ratingen angekommen und habe die anderen Teammitglieder gesucht und bin mich schnell für den 10 km Lauf nachmelden gegangen.

Kaum zurück startete dann auch schon der 5-km Lauf, Fotos dazu findet man unten.

 

2013-01-6-2Um 13.00 startete dann der 10 km Lauf, ich hatte mich im vorderen Drittel des Startfeldes einsortiert um direkt frei loslaufen zu können. Es ging zuerst ein Stück durch die Fußgängerzone, dann bergab und ich lief viel zu schnell los. Als ich nach 500 m auf den Forerunner geschaut habe, stand da ernsthaft, dass ich mit einem Schnitt von 3:45 unterwegs war! Ich zügelte mich erstmal, nach ca 1.2 km ging es dann erstmal schön etwas mehr als einen Kilometer bergauf, danach mit einem kleinen Schlenker wieder in die Innenstadt, da dann bergab und schon war die erste von drei zu absolvierenden Runden geschafft. Auf der zweiten Runde hielt ich das Tempo, ich war ziemlich konstant mit einem Pace von 4:35 unterwegs und lag damit in der Nähe der meiner Bestzeit von Montag…

 

2013-01-6-3Die letzte Runde war schon hart, der Berg trieb meinen Puls immer weiter in die Höhe und ich  musste ordentlich kämpfen. In der Innenstadt auf den letzten 300 m hatte ich das Gefühl, dass nichts mehr ging, ich musste ein paar mal im vollem Lauf würgen und war froh, als ich ENDLICH im Ziel war. Beim überlaufen der Zielmatte hatte ich die Uhr gestoppt, die zeigte nun eine  46:12, eine unglaublich gute Zeit für diese Strecke! Die vom Veranstalter erfasste Nettozeit ist eine 46:13, mit der Abweichung kann ich gut leben. Insgesamt 154 Höhenmeter waren nicht ohne und eigentlich hätte ich mir (nach der Woche) diese Zeit heute nicht zugetraut, ich bin einfach nur glücklich und zufrieden!

 

Der erste Wettkampf der Saison 2013 war ein voller Erfolg und ich freue mich schon auf alles, was dieses Jahr noch kommt!

 

 

Saison 2012 – Ein Rückblick & Silvesterlauf Essen 2012

2012 war für mich ein besonderes und sehr spannendes Jahr und irgendwie kam alles ein wenig anders, als ich es mir vielleicht vorgestellt hatte, aber fangen wir doch mal von vorne an:

WaldlaufserieDas Jahr fing ziemlich schnell mit der Waldlaufserie des Tusem Essen an, zu diesem Zeitpunkt war ich allerdings noch gar nicht in Form, die Zwangspause Ende 2011 hatte leider seine Spuren hinterlassen, sowohl an meiner Form als auch an meinem Gewicht. Die Form kommt in der Regel recht schnell wieder, für das Gewicht muss man da schon mehr tun und 107 kg waren im Januar mein Ausgangspunkt für 2012. Zum Glück kam mir da mein erstes Wettkampfhighlight dieses Jahr genau richtig gelegen, ich wollte wie schon letztes Jahr den Düsseldorf-Marathon laufen und der dazugehörige Trainingsplan würde helfen mein Gewicht wieder in den Griff zu kriegen. Das Training für den Marathon lief ganz okay, es hätte mit mehr Disziplin auf jeden Fall besser laufen können, gerade die langen Läufe bereiteten mir doch Probleme (30 km mit 105 kg laufen ist definitiv kein Kindergeburtstag! ).
IMG_9071 Genau pünktlich zu meinem dritten Marathon (Finish in 4:44;19) wurde ich dann in der Trainingsgruppe von Ernst-Peter Berghaus im Team Essen’99 aufgenommen und das sollte mein Jahr noch nachhaltiger beeinflussen, als ich damals gedacht hätte. Ab sofort gab es drei feste Termine in der Woche, an denen trainiert wurde, alles andere lag in meiner Hand. Die Einheiten mit der Trainingsgruppe waren immer sehr intensiv, wir haben viel Tempotraining gemacht aber als erstes hat sich Peter meinen Laufstil angesehen und gehörig korrigiert, die Effekte habe ich sofort nach ein paar Trainingseinheiten gemerkt. Auch Lauf-ABC und Koordinations-/Athletiktraining stand auf einmal auf der Tagesordnung, davon hatte ich bisher nur gelesen und es komplett ignoriert.

10 km Ende Mai stand dann mein erster Wettkampf für das Team Essen’99 an, knapp einem Monat nach meinem Eintritt sollte es ein 10 km Wettkampf beim FC Straberg sein und ich wollte meine Bestzeit angreifen (bis dahin bei 52:07). Bei 27°C und knallendem Sonnenschein ging es auf die Strecke, nach ein paar KM nahm mir Peter dann sogar meinen Forerunner (und damit jegliche Kontrolle) ab und ich musste mich voll und ganz auf mein Gefühl verlassen. Im Ziel war ich fix und fertig und hatte alles gegeben, die Belohnung war eine neue Bestzeit von genau 50:00. In den Verein zu gehen war die beste Entscheidung überhaupt, wer hat schon die Chance von so einem erfolgreichem & erfahrenen Trainer gecoached zu werden?

DSC_7916Seit dem Eintritt wurde 2012 immer mehr zu meinem Jahr, ich habe meine Prioritäten darauf gelegt, dass ich erstmal schneller werden möchte auf den „kurzen“ Strecken, das hat ja auch wunderbar geklappt. Ende Juni beim Allbaulauf lag ich über 5km noch bei 25:22, Mitte September lief ich in Brüggen dann eine neue Bestzeit von 22:19 und konnte mein Ziel einer Sub23 locker erreichen. Irgendwie hatte ich es geschafft dritter meiner Altersklasse zu werden und fand mich am Ende auf dem Siegertreppchen wieder, ein neues und schönes Gefühl, kann man sich echt sehr gut dran gewöhnen.
Beim Schlossquellelauf im Oktober wollte ich es dann nochmal wissen, irgendwie lief an dem Tag einfach alles rund und am Ende hatte ich mir 21:46 schon wieder eine neue Bestzeit. Manchmal steckt dann vielleicht doch mehr in einem, als man sich auf Anhieb zutrauen würde. 🙂

Urkunde SilvesterlaufZum Jahresabschluss gab es dann nochmal einen Höhepunkt, den Silvesterlauf auf Zollverein, organisiert und durchgeführt vom Team Essen’99. Auch wenn ich ursprünglich für 5 km gemeldet war, wollte ich doch lieber nochmal die 10 km angreifen und tauschte kurzerhand mit einem Teamkameraden. Am Start hatte ich ein gutes Gefühl, das Laufwetter an Silvester hätte echt nicht besser sein können und ich wusste einfach, dass ich heute schneller sein würde als 50:00. Vom Start weg lief ich ein Tempo deutlich unter der angestrebten Marke von 5 min/km und nach der ersten von drei Runden auf Zollverein wusste ich, dass ich mit einer neuen Bestzeit nach Hause gehen würde, für alles andere war ich einfach zu gut drauf. Der Silvesterlauf ist echt ein Highlight, die Strecke ist einfach wunderschön und die Zuschauer tun ihr übriges dazu, dass der Lauf zu einem wunderbaren Erlebnis und einem tollen Jahresabschluss wird. Im Ziel stoppte die Uhr dann bei 45:42 und ich hatte „mal eben“ 4 Minuten und 18 Sekunden von meiner 10-km Bestzeit genommen,  unglaublich.

Insgesamt bin ich 2012 1576 km gelaufen, das macht einen Schnitt von gerade mal 30 km in der Woche und ist damit nur eine leichte Steigerung gegenüber 2011 mit 1489 Jahres-km bzw. 29 Wochenkilometern. 2012 war ein sehr erfolgreiches Jahr für mich, ich habe viele interessante Menschen kennengelernt, neue Erfahrungen gewonnen und mich sportlich weiter verbessert.  Aber nicht nur sportlich war 2012 ein Erfolg für mich, auch wenn ich über die Weihnachtszeit wieder etwas zugenommen habe, hat die Waage am 31.12. 89 kg angezeigt, 2012 habe ich also 18 kg abgenommen und bin mit einem insgesamt Gewichtsverlust von über 30 kg mehr als zufrieden!

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