Sonntagsausfahrt

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Heute gab es dann ENDLICH mal eine Ausfahrt mit dem Renner und es war toll! Von mir aus hatte ich die Runde Essen-Ostviertel -> Stadtwald -> Kettwig -> Ratingen – Hösel -> Heilingenhaus -> Velbert -> Heidhausen -> Werden -> Stadtmitte -> Essen-Ostviertel geplant.

Bei bestem Wetter ging es los, das Foto oben zeigt die Ruhr mit Blick in Essen – Kettwig, danach ging das Spaß dann los, die ersten Berge wollten erklommen werden…

2013-04-28-hoehenmeter

Am Ende waren es dann 61,76 Kilometer in 2:11:45, macht einen Schnitt von 28,1 km/h was bei insgesamt 651 zu erklimmenden Höhenmeter ganz ordentlich ist, ich bin jedenfalls sehr zufrieden. Mal sehen was die Beine morgen sagen. 😀

2013-04-28-karte

Stadtwald Essen, 10:00

Stadtwald Essen

Um 10:00 ging es heute am Stadtwald weiter, da keiner von den anderen da war und ich nicht die größte Lust hatte, wieder die ewig gleichen Runden zu laufen, habe ich beschlossen, dass ich erstmal ein kurzer Ausflug von ~6 km wird (sprich 1,5 Runden). Die Sonne hat immer noch schneebedeckten Stadtwald in ein wundervolles Licht getaucht.

6,08 km, 34:50, 5:44/km

Trainings-Halbmarathon durch Essen

Bahntrasse

Heute ging es zum Start in das Wochenende und quasi auch als Start in die Vorbereitung für den Venlo Halbmarathon auf genau diesen, ich bin einen Trainings-Halbmarathon durch Essen gelaufen. Das letzte Mal, dass ich eine Strecke über 16 km gelaufen bin war im Oktober letzten Jahres, vom Wettkampf letzte Woche wusste ich aber, dass es kein Problem geben würde mit der Distanz. Los ging es in Richtung Uni und dort auf die Bahntrasse Richtung Mülheim. Die ersten, noch asphaltierten Kilometer waren komplett von Schnee und Eis befreit, danach lag zwar noch etwas Schnee, das Laufen war aber kein Problem.

Ich bin die Bahntrasse komplett bis Mülheim durchgelaufen, die Kilometer flogen einfach so dahin und es war klasse. Zwischendurch fiel es leicht zu schneien an, das machte es noch ein wenig schöner. Am Ende der Trasse bin ich dann auf das nächste Stück Trasse gewechselt, ab hier ging es dann am Rhein-Ruhr-Zentrum vorbei und weiter Richtung Gruga, wo einen ja dann auch noch ein absolutes Highlight der Strecke erwartet, hier steht nämlich das Ronald McDonald Hundertwasser Haus.

Das Hundertwasserhaus der McDonald’s Kinderhilfe Stiftung ist ein Zuhause auf Zeit für die Familien schwer kranker Kinder, die im benachbarten Universitäts-Klinikum behandelt werden. Die Familien können hier einige Zeit leben, um sich vom belastenden Klinikalltag zu erholen. Dass Nähe den Heilungsprozess fördert, konnte inzwischen wissenschaftlich belegt werden.
Quelle: http://www.grugapark.de/hundertwasserhaus.html

Hundertwasserhaus

Danach geht es erstmal ein längeres Stück bergab, ich habe an da dann das Tempo auch angezogen, ich wollte gegen Ende einfach nochmal etwas schneller werden und „negativ-splitten“ um so noch ein wenig Tempohärte zu entwickeln.

Nach 21.1 km war ich dann auch wieder zuhause und fühlte mich immer noch gut, auch wenn die letzten Kilometer mit unter 5 min/km gelaufen war. Ich bin halt einfach noch nicht daran gewöhnt, dass ich im letzten Jahr ein neues Level erreicht habe, meinem Trainer Peter Berghaus sei Dank.

21.1 km, 1:59:33, 5:40 min/km

40. Midwintermarathon Apeldoorn

Sonntag hieß es für mich mal wieder Wettkampfzeit und diesmal war es eine Premiere für mich, noch nie war ich im Ausland bei einem Wettkampf am Start und dabei hatte ich doch schon so viel über die „Laufverrrücktheit“ der Niederländer gehört, jetzt sollte ich sie also auch erleben. Sonntag früh ging es dann mit Tyll, Ute & Peter nach Apeldoorn, Ute und ich wollten uns an dem 18.5 km Mini-Marthon versuchen, Tyll & Lisa (die kurzfristig für Jan eingesprungen war) an den „Acht van Apeldoorn“. Neben diesen Distanzen gab es noch einen kompletten Marathon, einen 27.5 km Lauf und natürlich einen Kidslauf, insgesamt waren 12000 (ja, Zwölftausend!) Teilnehmer am Start!
Nachdem wir die Startunterlagen hatten mussten Ute und ich uns dann auch schon ein wenig sputen, am Start waren wir dann von verschiedenen Startblöcken überrascht und versuchten uns so sinnvoll wie möglich einzusortieren, im Endeffekt standen wir aber beide viel zu weit hinten und mussten uns nach dem Start mindestens auf dem ersten Kilometer über in Schlangenlinien fortbewegen. Nach dem Startschuss dauerte es erstmal ein paar Minuten bis ich überhaupt die Chance hatte über die Startlinie zu laufen, dank Nettozeitnahme aber kein Problem mehr.
Direkt nach den ersten 2 Kilometern begleitete mich dann Tyll auf dem Rad für den restlichen Weg, Peter war als Radbegleitung mit Ute unterwegs. Durch die Startblöcke war ich so weit hinten im Starterfeld gestartet, dass ich während des gesamten Wettkampfes andere Läufer überholte und das motiviert schon ordentlich. Die ersten drei Kilometer führte die Strecke durch die typisch niederländischen Randbereiche von Apeldoorn (schöne freistehende Häuser) und als ich noch auf dem ersten Kilometer das erste Mal auf meinen Forerunner schaute, war ich doch etwas irritiert: Mein Puls war schon nach 300m bei einem Pace von 5:00 min/km auf über 170 bpm hochgeschnellt, normalerweise viel zu hoch und ein Zeichen dafür, dass ich die leichte Erkältung doch nicht nicht 100%ig wieder los war.

Ich überlegte kurz etwas langsamer zu machen und verwarf den Gedanken dann aber schnell wieder, erstmal abwarten wie es so weiter läuft, langsamer machen konnte ich schließlich immer noch. Außerdem war das ganze ja ein erster Test für den Venloop Halbmarathon Ende März und ich wollte schauen, ob die 18.5 km  in einem Tempo laufen kann, das sich in grob an meinem Bestzeittempo über die Halbmarathondistanz (5:06min/km) orientiert, auch wenn mir absolut klar ist, dass die Form momentan für 5:06 min/km noch nicht ausreicht.
höhenmeter_apeldoorn_diagrammNach 4 Kilometern ging es dann aus der Stadt raus in den Hoge Veluwe, einem wunderschönen & riesengroßen Naturpark in den Niederlanden, der sowohl aus Heide-, als auch aus Waldflächen besteht. Ich denke, dass ich den Park im Frühjahr nochmal besuchen werde, diesmal bleiben dann aber die Laufschuhe zuhause und er wird dann aber mit dem Rad erkundet, aber zurück zum Wettkampf.

Normalerweise haben viele Menschen die Vorstellung, dass Holland fast komplett flach ist (was für die meisten Gegenden ja vielleicht auch stimmen mag), nicht aber hier, für uns Läufer ging es über den „De Kampsteeg“, der zweithöchsten Berg Erhebung der Provinz Gelderland, insgesamt ging es auf 110m über dem Amsterdamer Pegel. Durch mein Laufrevier in Essen bin ich Anstiege gewohnt, die meiste Zeit habe ich nicht mal richtig mitbekommenm, ob es jetzt hoch oder runter geht, bei Kilometer sieben merkte ich den „Berg“ dann aber schon. Mit 5:39 min/km war es der langsamste Kilometer des gesamten Wettkampfes.
MedailleKurz danach war dann auch schon Kilometer 10 erreicht, hier hatte ich eine Durchgangszeit von 53:35 (5:21 min/km), bis hierhin lief es wie geplant. Auf der zweiten Hälfte des Rennens wollte ich das Tempo nochmal verschärfen und auch wenn ich Tyll bei Kilometer 8 zugerufen hatte, dass ich fertig bin, fühlte ich mich gut, es war ja schließlich ein Wettkampf, da darf man gerne auch mal in der Nähe seines Limits laufen. Nach dem Abbiegen auf die gesperrte Landstraße bei Kilometer 11 zog ich das Tempo an, die folgenden Kilometer waren 15-20 Sekunden schneller als mein Schnitt bisher. Es lief gut, der Durchschnittspace  ich fühlte mich immer noch gut, so gut sogar, dass ich Kilometer 15 sogar in 4:56 und Km 16 in 4:59 absolvierte! Es ist ein echt geiles Gefühl bei einem Wettkampf über so eine Distanz am Ende noch genügend Reserven zu haben um den Endbeschleunigungsturbo zu zünden!  Bei Kilometer 16 ging es dann auch wieder raus aus dem Wald und rein in die Stadt, jetzt nur noch 2.5 km das Tempo halten und schneller als ich dachte war ich auf der Start/Zielgeraden, also Endspurt! Nach 1:36:28 überquerte ich dann mit erhobenen Armen die Ziellinie, für mich war ich ein absoluter Sieger!

18.5 km, 1:36:28, 5:13 min/km

Stolzer FinisherIm Zielbereich gab es dann zuerst eine Medaille als Lohn für die Mühen und eine perfekte Verpflegung im Nachzielbereich mit allem was man sich wünscht. Für mich ist er Wettkampf wunderbar gelaufen, auch wenn ich erkältungstechnisch noch leicht angeschlagen war, bin ich trotzdem hoch zufrieden mit dem Wettkampf: Ich konnte mein gewünschtes Tempo durchziehen, ich konnte in der zweiten Hälfte „negativ splitten“ wie es immer so schön heißt und wesentlich schneller laufen (1. Hälfte 5:18 min/km,  2. Hälfte 5:04 min/km) als die erste Rennhälfte. Vor allem war es aber ein Lauf über eine relativ lange Distanz, mein letzter Lauf mit einer Distanz über 16 km Länge war am 8. November 2012, damals waren es 16.92 km mit einem Pace von 5:36 min/km, bei weitem also nicht so schnell wie der Wettkampf jetzt. Ich hatte mir im Vorfeld schon ein wenig Sorgen gemacht, ob ich diese Distanz bei dem Tempo durchhalten würde, alles unnötig wie sich gezeigt hat.

Zum Schluss will ich noch sagen, dass die Holländer schon ein wenig verrückt sind, die machen aus so einer Laufveranstaltung eine Riesenparty, innerorts standen überall an der Strecke Menschen die einen angefeuert haben, Musikkappelen, die auch gerne mal „Devil in Disguise“ von Elvis zum  besten geben und die Stimmung ist einfach klasse! Ich kann dem Midwinter Marathon in Apeldoorn auf jeden Fall als Wettkampf über egal welche Distanz empfehlen, in allen Wettkämpfen waren insgesamt 12000 Läufer am Start! Ich freue mich schon auf nächstes Jahr, jetzt geht es aber erstmal mit der gezielten Vorbereitung für den Venloop Halbmarathon los, da soll ja schließlich die Bestzeit fallen!

Was die anderen aus dem Team Essen ’99 gemacht haben erfahrt ihr wie immer auf unserer Homepage, danke auf jeden Fall an alle für den tollen Wettkampf!

Lauf des Tages

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12.14 km, 1:06:25, 5:28 min/km. Heute war super, Chris Martin und seine Kollegen haben mich begleitet und waren gute Begleiter 🙂

35. Ratinger Neujahrslauf | 10 km

2013-01-6-1Genau 6 Tage nach meinem letzten 10 km Wettkampf auf Zollverein war heute schon wieder Wettkampfzeit! Unser Trainer Peter hatte am Donnerstag spontan angeboten heute in Ratingen zu starten und da bin ich natürlich dabei, auch wenn ich anfangs nicht genau wusste, zu was ich heute so in der Lage sein würde: Meine Beine waren von den schnellen Trainingseinheiten noch etwas schwer, ich wollte das heute spontan entscheiden und notfalls nur einen schnellen „Trainingslauf“ machen, die Kilometer mitnehmen und so bei 49:xx rauskommen.

Heute morgen gab es dann die erste positive Überraschung, die Beine waren nicht mehr schwer, es regnete nicht und die Temperaturen waren perfekt zum Laufen! Um 11:30 war ich dann in Ratingen angekommen und habe die anderen Teammitglieder gesucht und bin mich schnell für den 10 km Lauf nachmelden gegangen.

Kaum zurück startete dann auch schon der 5-km Lauf, Fotos dazu findet man unten.

 

2013-01-6-2Um 13.00 startete dann der 10 km Lauf, ich hatte mich im vorderen Drittel des Startfeldes einsortiert um direkt frei loslaufen zu können. Es ging zuerst ein Stück durch die Fußgängerzone, dann bergab und ich lief viel zu schnell los. Als ich nach 500 m auf den Forerunner geschaut habe, stand da ernsthaft, dass ich mit einem Schnitt von 3:45 unterwegs war! Ich zügelte mich erstmal, nach ca 1.2 km ging es dann erstmal schön etwas mehr als einen Kilometer bergauf, danach mit einem kleinen Schlenker wieder in die Innenstadt, da dann bergab und schon war die erste von drei zu absolvierenden Runden geschafft. Auf der zweiten Runde hielt ich das Tempo, ich war ziemlich konstant mit einem Pace von 4:35 unterwegs und lag damit in der Nähe der meiner Bestzeit von Montag…

 

2013-01-6-3Die letzte Runde war schon hart, der Berg trieb meinen Puls immer weiter in die Höhe und ich  musste ordentlich kämpfen. In der Innenstadt auf den letzten 300 m hatte ich das Gefühl, dass nichts mehr ging, ich musste ein paar mal im vollem Lauf würgen und war froh, als ich ENDLICH im Ziel war. Beim überlaufen der Zielmatte hatte ich die Uhr gestoppt, die zeigte nun eine  46:12, eine unglaublich gute Zeit für diese Strecke! Die vom Veranstalter erfasste Nettozeit ist eine 46:13, mit der Abweichung kann ich gut leben. Insgesamt 154 Höhenmeter waren nicht ohne und eigentlich hätte ich mir (nach der Woche) diese Zeit heute nicht zugetraut, ich bin einfach nur glücklich und zufrieden!

 

Der erste Wettkampf der Saison 2013 war ein voller Erfolg und ich freue mich schon auf alles, was dieses Jahr noch kommt!

 

 

Laufen im Winterwunderland!

Gestern hat mein Verein ein wunderbares Laufevent veranstaltet, den 1. Nikolauslauf im Gervinuspark, kostenlos und nur für Kinder 🙂

Die ganzen strahlenden Kindergesichter zu sehen war einfach nur schön, jeder Teilnehmer hat am Ende eine Urkunde, einen Stutenkerl und einen Schokonikolaus bekommen.

Heute ging es dann direkt normal mit dem Training weiter, um 10:00 war wie immer Treffpunkt am Stadtwald, leider hat sich abgesehen von Peter und Ute heute niemand aus unserer Trainingsgruppe dahin verirrt, also bin ich alleine gelaufen während Peter und Ute Stutenkerle an die anderen Läufer verteilt haben.

Durch den Schnee laufen war anstrengender als normal, man rutscht ja immer ein wenig weg mit jedem Schritt, ich habe es aber sehr genossen.

7.67 km, 42:35, 5:33 min/km

Eine erste Radausfahrt

Tagelang habe ich auf das Wochenende hingefiebert und dabei immer mit einem Auge auf den Wetterbericht geschielt, Samstag war es dann soweit: Meine erste Radausfahrt!

Auf einem Rennrad zu sitzen und damit zu fahren war für mich als Anfänger sehr ungewohnt: Die Lenkung reagiert anders als auf einem MTB, die Reifen sind unglaublich schmal, verdammt hart aufgepumpt und damit hart gefedert, der kleine Sattel ist so schmal und hart, die Schaltung funktioniert anders, die Haltung auf dem Rad ist anders, es ist halt einfach ungewohnt!

Ich wollte mein Auto in Haarzopf abholen, das habe ich am Vorabend dort stehen lassen und irgendwie musste es ja wieder zu mir, also habe ich die Chance genutzt und bin mit dem Rad hin. Von mir aus ging es erst einmal hoch zur Ruhrallee, die dann auch direkt runter und weiter über die Wuppertalerstraße zum Baldeneysee, dort am Südufer nach Werden und dann direkt mal den Werdener Berg hoch. Der Werdener Berg ist ein netter 2km langer Anstieg mit insgesamt 120 Höhenmeter, die Steigung ist auf dem Warnschild mit 8% angegeben. Ich wollte natürlich direkt mal schauen, wie es sich auf einem Rennrad anfühlt (wie sich das überhaupt anfühlt mit meinem „neuen“ Leben) da hoch zu fahren und ich war echt positiv überrascht. Das Rennrad ist kein Vergleich zu meinen alten Fahrrädern, es ist eine ganz neue Welt! Das Fahren ist vielleicht nicht das gemütlichste der Welt, es geht aber sehr einfach von der Hand. Natürlich habe ich schon soviel Gas gegeben, dass ich am Ende gut durchgeschwitzt war (ich wollte das ja auch mal testen), ich kann mir aber sehr gut vorstellen, in Zukunft öfters aufs Rad zu steigen und das Auto stehen zu lassen – Essen hat inzwischen ein sehr gut ausgebautes Radnetz (was an einigen Stellen mit seinen Schotterpisten leider nicht Rennrad kompatibel ist)!

Von Bredeney aus ging es dann weiter Richtung Kettwig, am Flughafen musste ich dann aber leider Richtung Haarzopf abbiegen, wenn ich nicht noch andere Termine an dem Tag gehabt hätte, wäre ich gerne noch weiter gefahren.

27.08 km, 1:06:25, 24,5 km/h

Auch wenn die 2 Tage danach der Hintern ganz ordentlich geschmerzt hat (an den Sattel muss ich mich noch gewöhnen), die Ausfahrt hat mir richtig Spaß gemacht und ich freue mich jetzt schon auf das Frühjahr!

Herbstdepression & Saisonende 2012

Es ist Herbst und es wird bald Winter. Spätestens nach der Zeitumstellung kann niemand mehr diesen Umstand leugnen, Abends um halb sechs ist es inzwischen stockfinster und es wird auch immer ungemütlicher da draußen, Regen und Wind sind jetzt öfters „Gastgeber“ für die Trainingsläufe.

Für Läufer beginnt jetzt genau die Phase im Trainingsjahr, in welcher man sich am meisten in den Hintern treten muss etwas zu tun, die Saison ist  in den meisten Fällen (so gut wie) abgeschlossen und gedanklich ist man schon lange in 2013, Wettkämpfe werden geplant oder sind schon gebucht (Beim Berlin-Marathon waren z.B. nach nur 3 1/2 Stunden alle 40.000 Startplätze ausgebucht!).

Beflügelt von meinem Ergebnis beim Schlossquellelauf wollte ich noch lange nicht an die Saison 2013 denken, dieses Jahr war doch noch so unglaublich lang und auch wenn es recht kurzfristig war wollte ich dieses Jahr noch meine Halbmarathonbestzeit Ende November beim August Blumensaatlauf am Baldeneysee angreifen – soweit der Plan.

Jetzt, 3 Wochen später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus: Ein langes Gespräch mit meinem Trainer hat mir klar gemacht, dass ich zu schnell zu viel will und mich selber zu sehr unter Druck setze. Die Idee mit dem Halbmarathon am See habe ich nach dem Gespräch dann sehr schnell verworfen, im Frühjahr kann ich mit vernünftiger Vorbereitung immer noch angreifen 🙂 Den ein oder anderen Wettkampf werde ich dieses Jahr sicherlich noch laufen, ich mache mir dabei aber nicht den riesengroßen Druck. Laufen soll vor allem Spaß machen!

Für die nächsten Wochen heißt es jetzt erstmal wieder einfach den Spaß beim Laufen zu genießen und die Saison ausklingen zu lassen, genau das machen wir vom Verein aus auch schon: Lange Dauerläufe zwischen 13 und 18 km, eine gute Basis für 2013 schaffen wir uns jetzt schon und haben dabei jede Menge Spaß. Gestern zum Beispiel gab es einen 15 km Tempodauerlauf mit Tyll und Peter, Pace war am Ende 5:09 min/km und am Ende hatte ich noch Luft nach oben, sowas motiviert mich unglaublich und macht viel Spaß 🙂

So langsam beginnt auch bei mir die Planung für 2013, der erste Wettkampf ist gebucht und weitere geplant, dazu aber später mal mehr wenn es wirklich um eine genauere Planung geht. Fest steht bisher nur, dass ich auf jeden Fall meinen ersten Triathlon bestreiten werde, wo und wann weiß ich natürlich noch nicht, ich freue mich aber jetzt schon unglaublich darauf!

Damit ich meine Wünsche/Träume umsetzen kann brauchte ich noch ein Rennrad, auch das ist inzwischen gekauft:

Es ist ein Fuji Roubaix 3.0 LTD & ich habe mich sofort verliebt! Eine erste größere Ausfahrt steht aber noch aus, vielleicht spielt das Wetter ja am Wochenende mit und ich kann erste Kilometer killen!

Der 59. SchlossQuelle-Lauf über 5 km – Schon wieder eine persönliche Bestzeit!

Wie bereits angekündigt bin ich heute beim SchlossQuelle-Lauf gestartet und ich wusste im Vorfeld nicht so recht, wie ich den Wettkampf angehen soll.  Ich wollte schon angreifen, aber eigentlich hatte ich nicht wirklich geglaubt, dass ich meine Bestzeit realistisch auch angreifen kann: Die Erkältung vor ein paar Wochen hatte Spuren an meiner Form hinterlassen, außerdem war die Strecke von heute auch nicht ohne, flach ist auf jeden Fall anders. Auf der Pro-Seite stand das Training von Donnerstag, gerade bei den Anstiegen hatte ich nicht nachgegeben und das gab mir schon ein gutes Gefühl.

Im Endeffekt stand ich also am Start und wusste nicht, was ich tun sollte. Ich wollte erstmal Gas geben und abwarten wie sich das Ganze anfühlt und dann entweder durchziehen oder Tempo rausnehmen. Zum Kurs gibt es noch zu sagen, dass er über insgesamt 3 Runden geht, eine 1 km Runde mit zwei anschließenden 2km Runden, sehr attraktiv für die Zuschauer gestaltet, da es immer wieder an Start/Ziel vorbei geht und man so seine Lieblinge öfters zu sehen bekommt als bei einer großen Runde.

Am Start kam ich trotz des großen Feldes ganz gut weg, das Tempo war schon hoch aber ich fühlte mich gut, also weiter. Matt lief am Anfang nur ein paar Meter vor mir, ich war also sehr schnell unterwegs und das machte Laune. Das Tückische ist immer, dass viele Läufer am Start viel zu schnell angehen und man sich mitreißen lässt, ich wollte mich aber nur auf mich konzentrieren und mein Tempo laufen. Die erste Runde ging sehr schnell vorbei und schon ging es zum Anstieg kurz vor Start/Ziel, ein ca. 100m langes Stück bergauf und diese 100m können sich ziehen, ich gab trotzdem vom Tempo nicht nach und wurde nicht langsamer, das war genau das, was ich Donnerstag im Training forciert hatte, dieser Anstieg bekommt mich nicht klein. Dann war der erste Kilometer geschafft (4:14!!!) aber ich fühlte mich gut, weiter! Auf den ebenen Stücken hielt ich den Abstanz zu der Gruppe vor mir (mit der vierten Frau gesamt) konstant, immer wenn es (auch nur leicht) bergauf ging gab ich weiter Gas und kam näher an die vor mir laufenden ran. Ich liebe es Läufer zu jagen, da kommt irgendwas animalisches in mir durch, ich fokussiere mich komplett auf mein „Opfer“ und lasse nicht locker. Während des gesamten Wettkampfes habe ich so an die 10 Läufer überholt und bin kein einziges mal überholt worden, langsam lerne ich meine Kraft richtig einschätzen zu können. Kilometer 2 war mit 4:25 noch okay, bei Kilometer drei hatte ich mit 4:33 einen kleinen Hänger, das kann ich noch optimieren, das geht bestimmt auch unter 4:30, ich sollte aber erstmal froh und nicht kritisch sein. Die letzte Runde hatte es dann in sich, ein Blick auf den Forerunner sagte mir, dass ich gerade im Bereich meiner Bestzeit aus Brüggen lief, ein Paceschnitt von 5:24 war ich bis hierher gelaufen, jetzt nur nicht nachgeben! Vor dem letzten Anstieg hatte ich die Lücke zur Gruppe vor mir geschlossen und jetzt waren es gerade mal noch 200m bis ins Ziel, also Tempo am Berg nochmal anziehen und los! Mit einem Schlussspurt schoß ich über die Ziellinie und guckte auf die Uhr: 21:46! Bestzeit! Auf der Strecke! Ich war fertig und hatte am letzten Berg alles gegeben!

Mit diesem Lauf habe ich mich mal in die Kategorie Sub22 befördert und kann es immer noch nicht ganz fassen, ich habe mich innerhalb von ein paar Woche um über 30 Sekunden gesteigert! Ich freu mich schon auf die Zukunft!

Ich möchte mich noch bei allen Menschen bedanken, die gestern ihren Anteil an meiner Zeit hatten: Meinem Trainer, meinen Teamkameraden, den ganzen Menschen die mich angefeuert & motiviert haben, natürlich bei meiner wundervollen Freundin Katharina für die ganze Unterstützung und bei allen Menschen, die wie auch immer an mich gedacht haben 🙂 Ihr seid Super!

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