Wesel Triathlon

DSC03022Lange ist es her, aber dennoch ein kleiner Rückblick auf den Wesel Triathlon:

Geplant war meine Premiere auf der Kurzdistanz, durch eine Bronchitis wurde ich aber in der Vorbereitung so sehr zurückgeworfen, dass ich mich dazu entschloss auf die Volksdistanz umzumelden – Dank des Veranstalters kein Problem!

DSC03113Gudi und ich reisten also bei besten Triathlonwetter am 13.9. nach Wesel zum Auesee. Die Wechselzone war schnell eingerichtet und ich freute mich richtig auf die kommende Aufgabe. Nachdem ich mich in den Neo reingezwengt hatte (13kg+ seit Kaufdatum machen sich da doch bemerkbar) ging es dann auch schnell los. Nach Landstart bekam ich nach 200m Panik weil ich Luftnot hatte (der Neo saß SEHR eng) und bin dann entspannt erst ein Stück Brust und dann ruhig weiter Kraul geschwommen und so am Ende des Feldes aus dem Wasser gekommen. 13:46 für 500m schwimmen sind zwar eigentlich für meine Ansprüche ein Kastastrophe, an dem Tag war es mir aber egal – Ich wollte meinen Spaß haben.

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Ab in die Wechselzone, aus dem Neo quetschen und ab aufs Rad. Zu fahren waren 2 Runden und ich machte direkt ordentlich Druck – zuviel Druck… Die Kette sprang ab. Also anhalten, Kette wieder drauf fummeln und weiter. Auf dem Rad habe ich dann auch nur überholt, ich konnte gut Druck auf die Pedale bringen & war für meine aktuelle Form zufrieden. Am Ende standen dann 00:39:23 auf der Uhr, in der Zeit sind aber entweder beide, zumindest aber eine Wechselzeit enthalten.

 

DSC03164Ab zum Laufen. 2 Runden a 2,5km (naja, eher 2.6). Und 5km können lang sein wenn man seinen Puls schon so weit oben hat wie ich an dem Tag aber ich rannte los. Nach einem Kontrollblick auf meinem Forerunner sah ich eine Pace von 5:30 auch wenn es sich eher wie 6:30 anfühlte. So Recht wollten die 5km dann auch nicht vergehen und ich musste die ein oder andere kurze Gehpause einlegen, egal. Wie gesagt, Spaß. Ohne richtige Vorbereitung war ich aber sehr zufrieden, Triathlon macht einfach jede Menge Bock!

Nach Gesamt 01:24:37  hatten ich es dann auch ins Ziel geschafft, über die Zeit reden wir jetzt besser nicht 😉

Danke an Gudi für den Support und die Fotos, du bist echt die Beste! <3

T³ Triathlon 2015 – Bundesliga Eliterennen Männer & Deutsche Meisterschaften Sprintdistanz

Ich war Sonntag in Düsseldorf beim T³ Triathlon zum Bundesliga Eliterennen Männer & Deutsche Meisterschaften über die Sprintdistanz um mir mal die absolute Elite anzusehen, hier sind ein paar Impressionen die ich eingefangen habe.

Berichte vom Triathlon Magazin zum Rennen der Männer findet ihr hier.

Auf ein Neues!

Zuerst noch das: 2015 ist da und ich wünsche euch allen ein neues, erfolgreiches & gesundes Jahr 2015! 🙂

2014 war was den Sport angeht nicht mein bestes Jahr, ganz ohne Frage. Es fehlte hier vor allem an Motivation & Kontinuität, dieses Jahr soll muss es besser werden. Meine Erwartungshaltung an mich ist nämlich eine ganz andere als das, was ich die letzten 1 1/2 Jahre abgeliefert habe…

Garmin Forerunner 910xtNachdem im September und Oktober das Training recht gut lief waren November und Dezember wieder nur Murks, ich bin einfach viel zu wenig gelaufen. Natürlich könnte ich jetzt was von Stress, Weihnachtszeit, Zeitmangel und keine Ahnung was schreiben, am Ende wären es doch aber nur faule Ausreden. „Zwischen den Jahren“ habe ich mich mit Gudi über dieses Problem unterhalten und wir haben beschlossen, dass wir uns einfach die Zeit nehmen müssen. Niemand hat Zeit im Überfluss, Zeit muss man sich nehmen, vor allem für seine Träume und Ziele. Ziele und Träume habe ich. Um diese umsetzen zu können hat meine wunderbare und trotzdem leicht verrückte Freundin Gudula ein neues Spielzeug geschenkt nachdem mein alter Forerunner 305 den Geist aufgegeben hat, Getreu dem Motto: Ab jetzt gibt es keine Ausreden mehr! Willkommen in der Familie mein neuer Forerunner 910xt. Mit diesem wunderbaren Stück Technik kann ich alle drei Triathlon relevanten Sportarten meistern und werde mit jeder Menge Statistik belohnt. 🙂 Genau das richtige für mich! Danke nochmal dafür mein Schatz!

Bis Ende Mai gab es dann aber trotzdem kein vernünftiges und vor allem regelmäßiges Training (leider!), immer wieder wurden mir Stöcke zwischen die Beine geworfen oder das Leben hatte andere Pläne, seien es fiese Erkältungen, mein Umzug von Essen nach Pulheim, Mandelentzündungen oder meine Zähne… Probleme mit meinen Zähnen hatte ich schon länger und habe aus panischer Angst vor dem Zahnarzt auch an der Baustelle nichts gemacht, bis mir auf der Arbeit dann ein Stück Zahn abgebrochen ist und es arg schmerzte, also habe ich da allen Mut zusammen genommen und bin zum Arzt. Stand heute sind 3 Zähne raus (war mehr als notwendig weil entzündet ohne Ende) und die Angst vor einer Herzmuskelmuskelentzündung sind nun geringer bis fast verschwunden. Um das endgültig abzuklären werde ich Anfang Juli aber eine komplette sportärztliche Untersuchung durchführen lassen (Ruhe-EKG, Blutwerte, Belastungs-EKG & Ultraschall vom Herzen), Privatleistung natürlich.

Aber kommen wir nun doch zum erfreulichen Teil dieses Eintrags: Es (also er…, also ich 😉 )läuft wieder.Nach einem Lauf am Pool in Südfrankreich

Im Urlaub in Südfrankreich hat alles angefangen, genauer gesagt in Montferrier-sur-Lez. In diesem wunderschönen Ort haben Gudi, ihr Papa und ich 2 Wochen Urlaub gemacht und waren dort bei einer Freundin und deren Familie von Gudis Papa untergebracht, die sich liebevoll um uns gekümmert hat. Gudi und ich haben den Urlaub nicht nur zum am Strand rumliegen genutzt, nein, wir waren regelmäßig laufen. So ganz ohne Form & bei dem ungewohnten Klima (morgens schon 20+°C, traumhaft) war das Anfangs sehr beschwerlich, außerdem gibt es dort etwas, was es im rheinischen Becken nicht gibt: Berge + Hügel. Unsere Standardlaufstrecke hatte auf 5km gute 60 Höhenmeter, wobei es davon 2,5km bergab ging, die man dann später wieder hochlaufen durfte. In den ersten Einheiten war selbst an 5km durchlaufen bei einer Pace knapp unter 7 nicht zu denken, aber egal, es wurde gelaufen, darauf kam es an. Dazu noch regelmäßig. Von Einheit zu Einheit ging es auch wieder besser, es ist wunderbar wenn man einen Trainingseffekt merkt.
Höhepunkt des Urlaubs war dann die Besteigung „Belaufung“ des Pic Saint-Loup (mein erster Trailrun!) , dem höchsten Berg in der Gegend. 2,5km Geröll, Steine und eher laufunfreundliches Gelände gespickt mit 368 Höhenmetern macht eine Steigung von 14.1% im Schnitt. Und es war Anstrengend sage ich euch, ich habe mich da in 35min hochgetrieben und war ganz schön fertig. Gudi auch als sie oben ankam, auch wenn sie es nicht ganz so sportlich angehen wollte war es doch eine super Trainingseinheit, die sich nicht nur für den Ausblick gelohnt hat. Ich bin anschließend auch wieder runter gelaufen und war wirklich fertig als ich unten ankam. Ich verstehe nach dieser Erfahrung auf jeden Fall wieso sich so viele Menschen für das Trainrunning begeistern können, in der Natur zu laufen Abseits von befestigten Wegen ist nochmal etwas ganz anderes und schönes.

Frühschwimmen ist durch!Wieder in Deutschland ging es natürlich direkt weiter, in der ersten Woche sind dann in 3 Einheiten auch schon 21km zusammen gekommen. Wieder 7km am Stück laufen zu können ohne größere Probleme ist einfach genial, was anderes kann ich nach den ersten Wochen nicht sagen. Im Kopf muss ich mich immer wieder bremsen, die alten Zeiten werden so schnell nicht wieder kommen, aber das ist auch okay und normal so. Ich werde mein Training jetzt durchziehen.

Gestern gab es dann auch das erste Mal wieder ein Intervalltraining, 15 x 1 min schnell, mit 30 Sekunden Pause. Eigentlich hatte ich 90s Pause geplant doch irgendwie ist das auf meiner Laufuhr falsch angekommen.

Heute war ich dann das sogar schon vor der Arbeit 1000m schwimmen und werde das jetzt auch regelmäßig machen, schließlich steht dieses Jahr noch einiges an. Das Löricker Strandbad in Düsseldorf liegt nicht weit von meiner Arbeit entfernt und hat schon ab 6:00 morgens auf, so kann ich die Zeit optimal nutzen und mein Training durchziehen. Jetzt fehlt irgendwie nur noch das Radfahren aber das kriege ich schon hin.

 

Meine Wettkampfplanung für dieses Jahr sieht bisher wie folgt aus:

Am Samstag, den 27.6. starte ich mit Alex zusammen beim 5. Allbaulauf in Essen über 5km, wird ein Testwettkampf um meine Form zu überprüfen. Es wird gerannt bis zum umfallen. Meinen ersten Triathlon diese Saison werde ich am 8.8. beim 10. Regionalgas-Triathlon Zülpich über die Volksdistanz (0,5 – 22 – 5km ) bestreiten, am 13.9. springe ich dann erneut ins kalte Wasser und gebe meine Premiere über eine olympische Distanz beim Weseler Sparkassen-Triathlon geben und dabei 1,5km Schwimmen, 36km Radfahren und 10km Laufen. Aua. Vor allem das Schwimmen macht mir noch etwas Sorgen, das kriege ich aber bestimmt bis dahin in den Griff, ich gebe mich jedenfalls optimisch.

Bis dahin,
der Brandi

27. Bayer Triathlon Krefeld

Am 31.8. war es für mich dieses Jahr dann soweit, mit dem 27. Bayer Triathlon stand mein Saisonhöhepunkt an. Ich hatte mich ja wie schon berichtet vor einigen Monaten für die Sprintdistanz gemeldet, jetzt gab es kein zurück mehr.

Zusammen mit meiner Freundin wurde dann der Wagen gepackt, das Packen bereitete mir diesmal kein Problem, ich war mir diesmal echt sicher an alles gedacht zu haben (vgl. dazu das hier).

Auf dem Weg nach Krefeld war ich die Ruhe selbst, kein Fünkchen Aufregung war da, irgendwie komisch: Da ist das Saisonhighlight auf einmal da, das Training stümperhaft im Vergleich zum letzten Jahr, aber irgendwie würde ich schon durchkommen, mein Ziel war ja nur ein „Finish“. Zumindest hatte ich das so verlauten lassen. Insgeheim wollte ich beim Schwimmen überleben (500m Training gesamt dieses Jahr vor dem Wettkampf), beim Rad einen Schnitt über 30km/h abreißen (mit gerade mal 200 Trainingskilometern in den Beinen) und beim Laufen die abschließenden 5km unter 30 Minuten laufen (mit gerade mal gesammelten 60 Trainingskilometern in den letzten 6 Wochen vor dem Wettkampf), innerlich lachte ich mich dafür aus, es war eigentlich eine Harakiri Aktion, aber irgendwie habe ich immer Ziele und Zahlen im Kopf wenn es um Wettkämpfe geht.

DSC06643Als wir angekommen waren, ging es die Startunterlagen abholen und zusammen mit einem Arbeitskollegen in die Wechselzone, die will ja schließlich vorbereitet werden. Die Unterteilung für den „Sprinttriathlon“ war recht klein, viele Starter gingen in der Kategorie wahrlich nicht an den Start, ich fand mich also schon mal mit Gedanken ab, dass ich mich am Ende des Feldes wiederfinden würde, aber mir war es egal.
DSC06712Nachdem alles soweit aufgebaut war, habe ich mich dann in den Neo „geschossen“ (faszinierend, dass ich trotz 10+kg mehr als letztes Jahr immer noch rein gepasst habe…) und ab zum Start. Der lies dann auf Grund eines Unfalls auf der Radstrecke etwas auf sich warten, aber was gibt es schöneres als in der knallengen Gummihaut in der Sonne zu warten, ein fluten des Neo war beim Sprung ins kühle Nass (17°C!) eigentlich überflüssig. Dann wurde es langsam ernst. Je näher der Startschuß kam, desto aufgeregter wurde ich, in der Startformation verfluchte ich mich dann selber für die Idee nur 500m geschwommen zu sein im Training, aber irgendwie würde es schon gut gehen.

DSC06729Letzte Anweisung zur Strecke, Startschuss. Ich überpacete am Anfang natürlich, auch wenn ich fast ganz hinten war. Nach geschätzten 50m habe ich dann beim atmen das Wasser des Erlfrather Sees gekostet (nicht lecker) und ordentlich abgehustet. Geht ja super los, egal, weiter! 500m können so verdammt lang sein weiß ich nun… Nach der Wende war ich schon völlig am Ende, von einem gescheiten Schwimmstil kann man bei mir sowieso nicht reden, es war wirklich ein „okay, du kommst da jetzt irgendwie an, egal wie und mit welcher Zeit“.DSC06767

Nach gefühlten Jahren kam der Ausstieg, ich habe mich auch nur einmal lang gelegt, ziemlich gut wie ich finde 😉 Die Rampe hochgetorkelt, ab in die Wechselzone so schnell es ging. Zum Glück hatte ich mir den Weg zum Rad gemerkt, es zu finden war dann nicht mehr soooooo schwer, hat doch was positives als vorletzter aus dem Wasser zu steigen. Wechseln selber war kein Problem, auch wenn ich es dieses Jahr kein einziges Mal geprobt hatte, das wichtigste ist einfach keinen Stress aufkommen zu lassen. Als ich dann mal einen ruhig stand merkte ich aber wie schwindelig mir nach dem schwimmen war. Gut, also erstmal einen Schluck trinken bevor ich mich mit (oder noch besser auf) dem Rad auf’s Maul lege. Nach ein paar Sekunden ging es aber wieder und so rannte ich mit Rad aus der Wechselzone.

DSC06789aAb aufs Rad und los geht’s. Es waren 2 Runden a 10km zu fahren, vom Ausgang Wechselzone auf einen gesperrten Autobahnzubringer mit 2 Wendepunkten. Auf den Tacho habe ich nicht geachtet, ich habe sofort soviel Druck auf die Pedalen gegeben wie nur ging. Radfahren kann ich ja irgendwie, ab in die Aeroposition, jagen wir mal ein paar andere. Auf dem vollgesperrten Autobahnzubringer hatte ich dann auch mein erstes „Opfer“ knapp nach der ersten Wende eingeholt (ca. km 2) und das nächste im Blickfeld. Ganz so flach wie es im Vorfeld schien war es dann doch nicht, es war ein ständiges auf und ab. Auf der geraden konnte man aber schon gut Druck machen, der Tacho ging eigentlich nur an den Wendepunkten unter die angestrebte 30 km/h Marke, auch bergauf habe ich getreten was die Oberschenkel hergaben (auch wenn es weh  tat).  DSC06832Auf der Radstrecke habe ich dann auch so einige eingesammelt, das war gut für den Kopf. Für die paar Kilometer die ich in der Saison erst gefahren bin war ich echt zufrieden. Nach der erste Runde habe ich auch Gudi gesehen, die am Rand stand, Fotos machte und mir irgendwas zurief (Sorry Schatz, ich war voll im, Tunnel). zweite Runde nochmal alles geben & voll auspowern. Runter vom Rad, ab in die Wechselzone.

DSC06938In der WZ dann schnell das Rad wegestellt, Laufschuhe an, Helm ab, Kappe auf, Startnummer nach vorne drehen und ab geht’s auf die Laufstrecke. Schon bei den ersten Laufschritten habe ich mir gedacht „Halleluja, DAS kann ja was geben“. Wer hatte denn meine Beine gegen Holzbeine ersetzt? Wenn ich dich kriege gibt’s was… Okay, mit den Beinen eh keine Chance, aber egal, ab auf die Pendelstrecke. Irgendwie konnte ich dann doch mit 5:30 losrennen, mir war aber sofort klar, dass diese Mission scheitern würde… Egal, sind nur 5km, also weiter. DSC06942aIrgendwann kam mir Matthias entgegen (man war der schnell unterwegs!), kurze Anfeuerungsrufe von beiden Seiten. Knapp vor der ersten Wende dann die erste Gehpause. Ging nicht anders. Von einer überholenden Triathletin wurde ich aufgefordert weiterzulaufen, was ich dann auch tat. Es war ein Kampf. Nach der ersten Runde nochmal von Gudi angefeuert werden gab mir dann noch zusätzliche Motivation. Ich hatte echt vergessen, wie hart so ein Wettkampf sein kann…

Letzte Kurve, Ziel fest im Blick. Am Ende nochmal sprinten geht immer.

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Geschafft. 01:21:49.

Kein Vergleich zu den Zeiten im Vorjahr, aber ich war im Ziel und nur das zählt…

Ergebniss:

Swim Bike (inkl. beider WZ Zeiten) Run Gesamt
00:12:09 00:40:13 00:29:26 01:21:49

16. / 17. Gesamt. Nächstes Jahr wird es besser.

 

Vielen Dank an Gudi für die Motivation im Training, die Fotos, das Mitkommen, Fahren & Anfeuern und überhaupt alles. Du bist die Beste.

 

T³ Triathlon Düsseldorf – oder: Ich, der Triathlet!

 

SAMSUNG

Wie fängt man nach so einem Tag an zu berichten, ich versuche es mal chronologisch und beginne etwas früher, Samstags: Um am Wettkampftag nicht total in Stress zu geraten, bin ich bereits Samstag nach Düsseldorf gefahren und habe die Startunterlagen abgeholt. Nebenbei konnte ich so noch schnell ein Visor zu kaufen (das sind diese oben offenen Stirnmützen wie man sie häufig beim Tennis sieht), mir schon mal in „echt“ anschauen wo sich die Wechselzone befindet und nochmal schnell den Radkurs abfahren. Nachdem ich meine Startunterlagen in der Hand hatte stiegen sowohl mein Puls als auch meine Vorfreude auf den nächsten Tag!

Nachdem die Radstrecke schnell abgefahren war (den meisten Teil kannte ich eh schon, das Stück Kopfsteinpflaster wollte ich mir aber nochmal näher ansehen) ging es dann auch wieder nach Essen, ich musste ja noch meine sieben Sachen für den nächsten Tag packen. Am Ende sind es dann doch mehr als nur „sieben“ Sachen geworden:
SAMSUNG

Nachdem ich das ganze in einer Reisetasche verstaut hatte, ging es für mich dann auch recht zügig ins Bett, ab 21:00 lag ich in der horizontalen und habe versucht zu schlafen – irgendwann nach 22:30 muss ich dann auch eingeschlafen sein.

Als um 5:00 der Wecker klingelte war er da: Der Tag, auf den ich mich so lange gefreut habe; der Tag, vor dem ich trotz aller Vorfreude einen ungemeinen Respekt hatte. Also los, schnell unter die Dusche,noch einen Kaffee trinken, Trinkflaschen befüllen, Auto packen und dann ab nach Düsseldorf! Bei der Parkplatzsuche habe ich dann direkt Matt und Magda getroffen, zum Glück konnte ich auch direkt gegenüber von den beiden parken, wir sind also zusammen mit unserem ganzen Material zum Check-In der Wechselzone gezogen.

SAMSUNG

Das Wetter meinte es auch richtig gut mit uns, blauer Himmel und Sonnenschein begrüßten uns im Medienhafen, besser konnte es schon fast nicht sein nachdem ich die ganze vergangene Woche immer wieder mit bangen Blicken auf etlichen Wetterseiten unterwegs war. Die Wechselzone war in Startnummerblöcke eingeteilt, ich bin also in meinen Bereich und habe mir ein schönes und leicht zu merkendes Plätzchen gesucht, wer hat schon Lust nach dem Schwimmen durch die Wechselzone zu irren und seinen Wechselplatz zu suchen…

Nachdem der Wechselplatz hübsch sortiert war bin ich dann schnell in meinen Neoprenanzug gestiegen und los ging es Richtung Schwimmstart. Bevor es dann ins Wasser ging, wollte ich nur schnell mit dem Fuß testen, wie kalt das Hafenwasser denn so wirklich ist aber es war schon okay. Der Sprung ins Wasser war dann doch spannender, es war ja das erste Mal, dass ich mit einem Neo im Wasser war, auf ein Testschwimmen mit Neo hatte ich ja verzichtet; zu meiner Verwunderung war es aber mit Neo im Wasser echt angenehm und genau richtig temperiert.


Im Wasser sah die Schwimmstrecke (750m) dann schon echt lang aus, ich war mir aber sicher, dass ich die Strecke ohne Probleme schaffen würde. Der Kampfrichter sagte uns, dass wir eine Hand am Ponton haben müssen zum Start, im nächsten Moment gab es dann das Startsignal und alle schwammen los. Ich wollte mich aus der „Klopperei“ raushalten und lies die anderen erstmal ein paar Meter schwimmen um ein wenig mehr Platz zu haben. Nach vielleicht 100m hatte ich dann meinen Rhythmus gefunden und schwamm im 2er-Kraulzug in Richtung Wendeboje. Bei jedem zweiten/dritten Zug geht dabei der Blick vor dem Atmen kurz nach vorne, man will ja sehen wo man so hinschwimmt. Die Wasserlage mit so einem Neoprenanzug ist echt toll, man kann sich fast komplett auf den Vortrieb konzentrieren und so war auch schnell die Brücke und kurz danach die erste Boje erreicht. Schon die Hälfte geschafft und es geht mir sau gut, also weiter! Bis hierher hatte sich das Feld schon wahnsinnig auseinander gezogen; ich denke, dass Ex-Schwimmweltmeister Christian Keller zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Wasser war (seine Schwimmzeit war 9:46!!). Irgendwann habe ich dann einen Schlag auf den Kopf bekommen und einen tiefen Schluck Düsseldorfer Medienhafenwasser gekostet, zum Glück hat mich das ganze aber nicht aus der Ruhe gebracht, ich bin einfach weiter geschwommen und kam dem Ende immer näher, fühlte mich immer noch super und ging im Kopf schon mal den anstehenden Wechsel durch. Auf dem letzten vielleicht 100m intensivierte ich dann nochmal den Beinschlag, ich hab vorher gelesen, dass das beim anstehenden Radfahren helfen soll.
Schwimmen geschafft!Nach 19:50 hatte ich dann das rettende Ufer erreicht und wurde von den Helfern ein wenig aus dem Wasser gezogen, es ging dann sofort über eine steile Treppe in die Wechselzone. Oben angekommen merkte ich erst, wie schwindelig mir war, ich dachte nur kurz „Oh man, so soll ich radfahren?! Das wird witzig…“, zog dann aber Neo bis zur Hüfte aus, (komplett darf er immer erst am Wechselplatz ausgezogen werden) und hatte den Schwindel auch schon wieder fast vergessen als ich am Wechselplatz ankam. Also: Neo aus, Badekappe & Brille vom Kopf, kurz abtrocknen, Triathlon-Einteiler anziehen, Radhelm aufsetzen + zumachen, Brille auf die Nase, Radschuhe an, Startnummernband umschnallen + Startnummer nach hinten drehen, Rad schnappen und los! 10 Meter später: Verdammt, Forerunner vergessen! Also Rad schnell ins Gras, die paar Meter zurücklaufen, Forerunner um das Handgelenk schnallen, Rad nehmen und GO GO GO!!!!

Zeit in T1: 03:26

GO!

Für das anschließende Radfahren hatte ich mir vorgenommen einfach mal zu testen, was ich auf dem Kurs aus meinen Beinen so rausholen kann, wollte mich aber auch nicht so abschießen, dass ich danach nicht mehr laufen kann. Die Radstrecke für mich bestand aus einer 6.5 km Runde, welche 3x zu fahren war.

Sobald ich meine Schuhe in die Pedale eingeklickt hatte ging es Vollgas los, insgeheim hatte ich mir ja einen 35km/h Schnitt vorgenommen, es waren ja auch“nur“ 20km… Womit ich nicht gerechnet hatte, war aber die Tatsache, dass durch die Absperrungen die Strecke viel enger war, als ich vermutet hatte; gerade mal 2 Radfahrer passten stellenweise nebeneinander, das machte das überholen auch teilweise echt schwer. Aber zurück zum Rennen, ich glaube nach dem ersten Kilometer war ich schon an zwei Konkurrenten vorbei, so durfte es weitergehen! Auch ohne Triathlon-Zeitfahrmaschine habe ich mich klein gemacht und getreten was die Beine hergeben, die 3 sollte auf dem Tacho mindestens immer vorne sein! Auf den geraden Stücken konnte man teilweise schön beschleunigen und andere Starter „einsammeln“, das „spannendste“ Stück der Radsrecke war definitiv das Stück Kopfsteinpflaster, da wird man einfach nur durchgeschüttelt und -gerüttelt bei knappen 30 km/h! 🙂
Das harte Radfahren machte mir richtig Spaß, klar war es sau anstrengend, aber genau so sollte dieser Triathlon auch sein, ich wollte wissen, wo ich stehe. Außerdem habe ich die ganze Zeit einen Starter nach dem nächsten überholt und mich so immer weiter nach vorne gearbeitet, was will man mehr? So langsam wie das Schwimmen verging, so schnell war das radeln vorbei, die drei Runden vergingen wie im Flug, Rad fahren liegt mir irgenwie. Auf dem letzten zwei Kilometern habe ich dann einen kleineren Gang gewählt, auch hier ist der Gedanke, dass die höhere Trittfrequenz das anschließenden Laufen vereinfachen soll. Meine Radperformance kann man sich ganz gut ansehen, wenn man dir Zwischenstände ansieht: Ich bin als 244. auf die Radstrecke gegangen, nach der ersten Runde befand ich mich bereits an Position 215, nach Runde 2 an Position 152, nach der dritten Runde auf Platz 125 und bis zum Eingang der Wechselzone  habe ich mich an Platz 124 vorgeschoben. Ich habe auf der Radstrecke unglaubliche 120 Starter „überholt“ (was nicht ganz stimmt, das Starterfeld war in mehrere Startblöcke eingeteilt und die „anderen“ gingen erst später auf die Strecke) und bin die insgesamt 43. schnellste Radzeit des Tages gefahren, bei 369 Startern bedeutet das also, dass ich auf dem Rad schneller war als 91,26% aller Teilnehmer!

Laufrunde 1

Unmittelbar vor der Wechselzone geht man dann schon aus den Radschuhen „raus“ und stellt sich auf sie, so kann man noch etwas von der Geschwindigkeit mitnehmen. Rad gefahren darf übrigens nur bis zu einer Markierung am Eingang der Wechselzone, dort springt man dann vom Rad und rennt mit dem Rad zu seinem Wechselplatz: Rad in Ständer hängen, Helm ab, barfuß in die Schuhe (hier habe ich etwas Zeit verloren weil ich nicht gut in die Schuhe kam), Mütze auf uns los, dank Schnellschnürrsystem entfällt ja auch das Schuhe schnüren!

Zeit in T2: 02:06

Und schon sind wir bei Laufen, diesmal auf einer Strecke im Medienhafen, 2 Runden an 4.8 km waren zu absolvieren. Wer schon mal direkt nach dem Radfahren ein Stück gelaufen ist weiß, wie komisch sich die ersten paar hundert Meter anfühlen: Man hat das Gefühl, dass die Beinen tonnenschwer sind, man bekommt sie gefühlt kaum vernünftig angehoben und es fühlt sich langsam an. Ich hatte mir für das abschließende Laufen gewünscht, dass ich trotz des harten Radfahrens noch einen 5:00 min/km Schnitt laufen kann, als ich nach ein paar hundert Metern das erste mal auf den Forerunner schaute war ich dann doch überrascht: Es strahlte mir ein Pace von 4:20 entgegen, konnte das sein? Gefühlt war ich gerade mal mit nem 6:00er Pace unterwegs, 4:20 war da natürlich eine tolle Überraschung, also weiter! Der Laufkurs war echt schön gewählt, vor allem für die zahlreichen Zuschauer war er optimal, da man an einigen Stellen direkt mehrere Streckenteile einsehen konnte. Beim Laufen war ich sehr konzentriert und fast wie im Tunnel, ich wollte das hohe Tempo so lange wie möglich halten, musste aber nach dem ersten Kilometer ein wenig Tempo rausnehmen. Auf der Zielgeraden war nach der ersten Runde noch ein abbiegen nach links angesagt, eine Runde noch, „gerade mal“ 2.4 km!

Fast im Ziel2.4 km sind nicht viel, nach Schwimmen, Rad und bereits 2.4 Laufkilometern aber doch mehr, als man glauben mag. Auch auf der zweiten Runde habe ich versucht das Tempo hoch zu halten, ab und an wurde ich von stärkeren Läufern eingeholt, lief aber selber an einigen schwächeren Läufern vorbei, insgesamt hatte ich das Gefühl nichts an Platzierung verloren zu haben. Auf einmal war dann der letzte Kilometer da: Nach 2 weiteren Kurven ging es auf die Zielgerade, diesmal wurde links in den Zielkanal abgebogen. Endspurt. Die Uhr zeigt unfassbare 1:22:41, ich sprinte über den roten Teppich ins Ziel.

Ich habe gefinished.

Ich bin Triathlet.

 

Gesamt / Ergebnis:

Platz (M/W) 110 Swim 00:19:50
Platz (AK) 35 Trans 1 00:03:26
Platz (Gesamt) 132 Bike 00:35:39
Zielzeit (Brutto) 01:22:41 Trans 2 00:02:06
Lauf 00:21:42
Ziel 01:22:41

Im Zielbereich gibt es als Lohn für die Mühen eine Medaille, ich schnappe mir einen Becher mit irgendeinem Getränk und suche meine Freunde & Bekannten.

5 Minuten später fühle ich mich total super, könnte sofort nochmal starten! Ja, Triathlon ist geil!

 

Danke Nicole. Danke Marco. Danke Ute. Danke Magda. Euer Anfeuern an der Strecke hat mich motiviert Höchstleistungen zu geben, ihr seid echt super. Danke auch an Matt fürs gemeinsame Wettkämpfen!

Danke an Marco für die genialen Fotos hier, Marco kann aber nicht nur super fotografieren, sondern läuft auch selbst & bloggt darüber, sein Blog findet ihr hier.

Danke auch an alle anderen Menschen, die an mich gedacht haben & die mich schon beglückwünscht haben, vielen Dank!

Im Ziel mit MarcoFür all die, die die genauen Ergebnisse interessieren, man findet sie hier. Ich freue mich auf den nächsten Wettkampf, jetzt habe ich Blut geleckt!

Achtung: Nichts vergessen!

Material

Wie gut, dass man für einen Triathlon so wenig Material braucht, man könnte ja sonst schnell was vergessen…

Noch 7 Tage!

In genau 7 Tagen ist es soweit, am 30.06. um genau 08:00 wird der Startschuß zu meinem ersten Triathlon ertönen und ich mich daraufhin in den Düsseldorfer Medienhafen stürzen um 750m zu schwimmen, anschließend 19,5 km auf dem Rad zu absolvieren und abschließend nochmal 4.8 km zu laufen.

Letzte Woche Sonntag habe ich die Zeit und das Wetter für eine längere Radausfahrt genutzt, diesmal ging es dabei nicht in den Süden sondern Richtung Hünxe. Trotz Navi habe ich es geschafft mich ein wenig zu verfahren (GPS_Signal war abgerissen und ich bekam keine Ansagen mehr) und hatte am Ende Stolze 96.83 km auf dem Tacho stehen, das ganze habe ich in 3:14:21 absolviert, macht also einen Schnitt von 29,9 km/h, ohne Ampeln wäre da bestimmt ne „3“ vorne gewesen, aber was solls. War auf jeden Fall eine schöne Tour!

schwimmenHeute war ich dann nochmal schwimmen, das Schwimmen bereitet mir auch noch den meisten Respekt, hier habe ich am meisten aufzuholen. Trotzdem werde ich die 750 m kommenden Sonntag ohne  Probleme schaffen, da bin ich sehr zuversichtlich 🙂

Heute hat es mir sehr viel Spaß gemacht & ich freue mich auch echt schon auf kommende Woche!

Herbstdepression & Saisonende 2012

Es ist Herbst und es wird bald Winter. Spätestens nach der Zeitumstellung kann niemand mehr diesen Umstand leugnen, Abends um halb sechs ist es inzwischen stockfinster und es wird auch immer ungemütlicher da draußen, Regen und Wind sind jetzt öfters „Gastgeber“ für die Trainingsläufe.

Für Läufer beginnt jetzt genau die Phase im Trainingsjahr, in welcher man sich am meisten in den Hintern treten muss etwas zu tun, die Saison ist  in den meisten Fällen (so gut wie) abgeschlossen und gedanklich ist man schon lange in 2013, Wettkämpfe werden geplant oder sind schon gebucht (Beim Berlin-Marathon waren z.B. nach nur 3 1/2 Stunden alle 40.000 Startplätze ausgebucht!).

Beflügelt von meinem Ergebnis beim Schlossquellelauf wollte ich noch lange nicht an die Saison 2013 denken, dieses Jahr war doch noch so unglaublich lang und auch wenn es recht kurzfristig war wollte ich dieses Jahr noch meine Halbmarathonbestzeit Ende November beim August Blumensaatlauf am Baldeneysee angreifen – soweit der Plan.

Jetzt, 3 Wochen später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus: Ein langes Gespräch mit meinem Trainer hat mir klar gemacht, dass ich zu schnell zu viel will und mich selber zu sehr unter Druck setze. Die Idee mit dem Halbmarathon am See habe ich nach dem Gespräch dann sehr schnell verworfen, im Frühjahr kann ich mit vernünftiger Vorbereitung immer noch angreifen 🙂 Den ein oder anderen Wettkampf werde ich dieses Jahr sicherlich noch laufen, ich mache mir dabei aber nicht den riesengroßen Druck. Laufen soll vor allem Spaß machen!

Für die nächsten Wochen heißt es jetzt erstmal wieder einfach den Spaß beim Laufen zu genießen und die Saison ausklingen zu lassen, genau das machen wir vom Verein aus auch schon: Lange Dauerläufe zwischen 13 und 18 km, eine gute Basis für 2013 schaffen wir uns jetzt schon und haben dabei jede Menge Spaß. Gestern zum Beispiel gab es einen 15 km Tempodauerlauf mit Tyll und Peter, Pace war am Ende 5:09 min/km und am Ende hatte ich noch Luft nach oben, sowas motiviert mich unglaublich und macht viel Spaß 🙂

So langsam beginnt auch bei mir die Planung für 2013, der erste Wettkampf ist gebucht und weitere geplant, dazu aber später mal mehr wenn es wirklich um eine genauere Planung geht. Fest steht bisher nur, dass ich auf jeden Fall meinen ersten Triathlon bestreiten werde, wo und wann weiß ich natürlich noch nicht, ich freue mich aber jetzt schon unglaublich darauf!

Damit ich meine Wünsche/Träume umsetzen kann brauchte ich noch ein Rennrad, auch das ist inzwischen gekauft:

Es ist ein Fuji Roubaix 3.0 LTD & ich habe mich sofort verliebt! Eine erste größere Ausfahrt steht aber noch aus, vielleicht spielt das Wetter ja am Wochenende mit und ich kann erste Kilometer killen!

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