Ein Neuanfang

Fast ein halbes Jahr habe ich hier kein Lebenszeichen mehr von mir gegeben & ich möchte das ganze ein wenig erklären:

Nach dem Triathlon in Düsseldorf lief bei mir nicht mehr viel so, wie ich es mir gewünscht hätte. Private Probleme überstrahlten so ziemlich alles und ich war am Boden zerstört. Den zweiten Triathlon in Havelberg habe ich dann noch voll durchgezogen, danach habe ich noch irgendwie versucht die Form zu halten, ein normales, regelmäßiges & seriöses Training sieht aber anders aus.  Ich habe es nicht geschafft mich zu motivieren und den Arsch hoch zu kriegen, andere Dinge waren mir viel wichtiger und haben mich mehr beschäftigt.

Den Triathlon in Ratingen habe ich dann auf Grund der Witterungsbedingungen sausen lassen, eine sehr gute Entscheidung wie sich ein paar Tage später zeigte: Seit genau diesem Ratingen-Triathlon-Sonntag zog eine Erkältung auf, ich hab die erstmal ingnoriert, war ja nur ne Erkältung. Als ich dann Mittwochs beim Arzt war hat der mich erstmal krank geschrieben, mir am Montag dauf (weil es immer noch nicht besser war) sogar Antibiotika verschrieben, weil es eben nicht nur ne Erkältung war.

Nachdem das ausgestanden war holte ich mir dann die nächste Schniefnase, als die dann aber auskuriert war, traf es mich emotional nochmal hart. Ich habe jetzt seit Wochen keinen regelmäßigen Sport mehr gemacht, war nur ab und zu mal laufen, hab nicht auf dem Rad gesessen, war 1x schwimmen oder hab sonstwas gemacht, ich will gar nicht wissen wie es um meine Form bestellt ist. Aber sind wir doch mal ehrlich, manchmal gibt es einfach wichtigeres als „die Form“, Kilometerzeiten oder Höhenmeter. Das Leben ist kein Wunschkonzert und jeder von uns muss Rückschläge einstecken, egal ob sportlich, gesundheitlich, emotional oder was auch immer. Für mich waren andere Sachen einfach wichtiger. Auch jetzt ist immer noch nicht alles toll, das Tal ist aber durchschritten und es geht langsam aber sicher wieder bergauf.

Jetzt geht es darum in die Zukunft zu blicken und ich muss mich fragen,was ich überhaupt will. Die Frage hat mich in den letzten Wochen sehr viel beschäftigt, nicht nur sportlicherseits. Ganz klar für mich: Ich bin Triathlet und werde diese Sportart(en) nicht aufgeben. Ich bin jetzt wieder alleine und muss bei meiner Trainingsgestalltung & Zeiteinteilung auf niemanden mehr Rücksicht nehmen, für den Sport kann das nur positiv sein. Ich möchte zum TRC Essen wechseln und dort mein neues Team finden. Ich habe in den letzten Wochen gemerkt, dass ich mich in der Gruppe besser motivieren kann, besonders wenn die Einheiten hart sind. Das „Projekt 85“ habe ich auch nicht vergessen.

Wie ich 2014 angehen will, was ich kurz-, mittel- und langfristig erreichen will, weiß ich auch. Klar ist: So wie 2013 kann es nicht weitergehen, ich habe für meine eigenen Maßstäbe viel zu wenig gemacht, war viel zu undiszipliniert. Es muss ein umfassender Trainingsplan her, die Saison 2014 muss vernünftig geplant werden. Welche Ziele ich 2014 verfolgen werde weiß ich noch nicht, dazu muss ich mir noch Gedanken machen, erste Wettkämpfe sind angedacht, was ich aber weiß: Es ist Zeit für einen Neuanfang.

Genau deswegen habe ich mir jetzt erstmal einen 10 km-Lauftrainingsplan genommen und in meinen Kalender eingetragen. Ich brauche eine feste Vorgabe, einen Plan eben an dem man sich halten kann. Ich habe jetzt ein „Soll“ stehen und will dieses „Soll“ natürlich auch erreichen und einen Haken hinter der Trainingseinheit machen. In den nächsten Wochen will ich auch noch eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio abschließen, vor allem um auch bei Sauwetter bessere Trainingsmöglichkeiten zu haben.

Wie sagt man so schön: „Stark sein bedeutet nicht, nie zu fallen. Stark sein beudeutet immer wieder aufzustehen.“

Zitat der Woche

Wenn Du laufen willst, laufe eine Meile. Wenn Du ein neues Leben kennen lernen willst, dann laufe Marathon!“

Emil Zatopek

 

Nur die harten kommen in’n Garten

„Okay Leute, rrrrraus aus den Federn!“ – „Und nicht die warmen Schühchen vergessen, denn es ist saukalt da draußen“ – „Es ist jeden Tag saukalt, wo sind wir hier, Miami Beach?“ – „Wohl kaum.“

Ja, es ist saukalt da draußen und zum Glück liegt bei uns kein Schnee (im Gegensatz zu Panxatoni in einem wunderbaren Film – na, wer hats erkannt?).

-4°C und eiskalter Wind interessieren einen echten Läufer nicht, schließlich werden im Winter die Helden des Sommers gemacht, also bin ich heute auch laufen gewesen

Es war wunderbar.

Der erste Kilometer war noch etwas kühl, danach wurde es schön warm und das Gefühl war super. Ich hoffe nur dass es nicht kälter wird als -15°C, ich glaube dann wird es echt hart und meine Ninjaverkleidung hilft dann auch nicht mehr…

2012-01-31_20

9.76 km, 1:00:01, 6:11 min/km, ø HF 152bpm

PS.: (Hallooooooooooo Körper, was ist los?! Das sind 2 bpm weniger als beim viel langsameren aber längerem Lauf gestern!)

Motivation für heute:

„If you can dream it, you can do it.“ – Walt Disney

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